Arsenal zeigt leverkusen die zähne: standards sind ihre tödliche waffe

Arsenal kommt – und bringt die Angst im Gepäck. Bayer Leverkusen muss im Champions-League-Achtelfinale gegen ein Team ran, das Standards in eine Wissenschaft verwandelt hat. 22-mal trafen die „Gunners“ bereits nach Ecken. Das ist kein Zufall. Das ist Kriegsvorbereitung.

Die ecke als waffe: arsenals geheimrezept

Wer denkt, Fußball sei ein Spiel aus Offenem Spiel, kennt Arsenal nicht. Die Engländer haben sich auf das Spezialisiert, was früher als „deutsche Kopfballmentalität“ galt: den ruhenden Ball. Bei jeder Ecke stürzen vier, fünf Mann in den Fünfmeterraum, blockieren den Torhüter, erzeugen Chaos. Der Schiedsrichter? Schaut oft weg. Die Gegner? Schauen in die Röhre.

Leverkusen hat eine der jüngsten Abwehrketten Europas – und genau das ist das Problem. Tapsoba, Hincapié und Co. sind schnell, technisch stark, aber in der Luft oft unterlegen. Arsenal hat Gabriel Magalhães und William Saliba – zwei Zentner-Gewichte, die sich bei jedem Standard freilaufen wie Football-Guards.

Mikel arteta lächelt – und spielt sein spiel

Mikel arteta lächelt – und spielt sein spiel

Trainer Mikel Arteta weiß, dass seine Mannschaft nicht jeden begeistert. „FC Eckball“ ist in London längst kein Schmäh mehr, sondern ein Kompliment. „Ich bin sauer, dass wir nicht noch mehr Tore aus Standards machen“, sagte er nach dem Chelsea-Sieg. Das ist kein Witz. Das ist Mission.

Fabian Hürzeler, Trainer von Brighton, wetterte kürzlich: „Das ist kein Fußball.“ Arteta zuckte nur mit den Schultern. Er hat keine Lust mehr, sich für Erfolge zu entschuldigen. Seit 2004 warten die Gunners auf den Titel – und wenn es über Ecken geht, dann geht es eben über Ecken.

Leverkusen muss sich wehren – oder untergehen

Leverkusen muss sich wehren – oder untergehen

Xabi Alonso weiß, was auf seine Mannschaft zukommt. Die Werkself hat zuletzt zwar Dominanzfußball gespielt, aber in der Luft war nie die größte Stärke. Gegen Arsenal reicht Ballbesitz nicht. Es gilt, jeden Zweikampf zu gewinnen, jeden Ball wegzuköpfen, jeden Schiri zu mobben.

Die Champions League ist kein Schönheitswettbewerb. Sie ist ein Kampf um Zeit, Raum und Köpfe. Arsenal hat das verstanden. Leverkusen muss jetzt beweisen, dass sie nicht nur schön, sondern auch hässlich gewinnen kann. Sonst fliegt sie raus – und zwar nicht wegen eines roten Kartons, sondern wegen eines Eckballs.