Cremonese in notlage: angreifer reißen reihenweise
Die Cremonese bangt um den Klassenerhalt – und die Personallage im Angriff macht die Situation dramatisch. Nach Vardy und Sanabria fällt nun auch Moumbagna aus, was Trainer Marco Giampaolo vor eine enorme Herausforderung stellt. Die Reise nach Cagliari könnte das Schicksal des Aufsteigers besiegeln.
Ein angriff im freien fall
Die Angriffsreihe der Cremonese ist momentan das größte Problem. Jamie Vardy plagt bereits seit einiger Zeit muskuläre Probleme, und auch Anthony Sanabria fällt nach einer Verletzung im Nationalteam aus. Der neueste Rückschlag ist die Zerrung des Adduktors bei Moumbagna, sodass nur noch Bonazzoli als gesetzt gilt. Djuric und Okereke kämpfen um den Platz an seiner Seite – eine trügerische Hoffnung angesichts der dünnen Personaldecke.
Trainer Giampaolo hatte bereits nach dem Spiel gegen Bologna von einer „psychologischen Schwierigkeit“ gesprochen, die seine Mannschaft plagt. „Sie kommen nicht über den ersten negativen Moment hinaus“, erklärte er. Das Problem liegt nicht im Einsatzwillen, sondern in der fehlenden Abstimmung. Ein hypothetisches Trio vorne ist zwar denkbar, aber eher eine Notlösung für die Schlussphase.

Mittelfeld-chaos und abwehr-unsicherheiten
Auch im Mittelfeld gibt es Sorgen. Der kurzzeitige Einsatz von Thorsby gegen Bologna endete abrupt aufgrund einer Wadenverletzung. Maleh fehlt zudem nach seiner roten Karte gegen Zortea. Payero könnte sich gegen Bondo durchsetzen, doch die Abwehr steht ebenfalls vor einer Zerreißprobe. Baschirotto und Luperto sollen die Innenverteidigung bilden, doch das blutige Ergebnis gegen Bologna lässt Zweifel aufkommen.
Die Cremonese steht vor einer existenziellen Prüfung. Gegen Cagliari, einen direkten Konkurrenten im Abstiegskampf, entscheidet sich viel. Giampaolo muss seine Mannen mental stabilisieren und eine taktische Lösung finden, um die Ausfälle zu kompensieren. Ein Rückfall ins alte 3-5-2-System könnte die letzte Rettung sein – eine Mischung aus bewährter Erfahrung und frischem Wind. Ob es für die „Grigiorossi“ reicht, wird sich zeigen. Die Zeit drängt und die Hoffnung schwindet.
