Cremonese am rande: drei ausfälle – kampf um die liga!
Die Lage für die Cremonese wird immer verzweifelter. Nur noch sechs Spiele, und jetzt drohen weitere Ausfälle, die die schon fragile Hoffnung auf den Klassenerhalt weiter schwinden lassen. Marco Giampaolo sprach von einem „Kampf um das Leben“ – und das ist keine Übertreibung mehr.
Die offensive liegt am boden
Die Ausgangslage ist düster: Die Cremonese ist in eine Abwärtsspirale geraten, und das Personalkarussell dreht sich unaufhörlich. Besonders in der Offensive herrscht Notstand. Jamie Vardy fällt mit einer Muskelverletzung aus – ein herber Schlag für die Offensive. Die Untersuchungen laufen, aber ein Einsatz in Cagliari ist unwahrscheinlich. Seine Formkurve gegen Parma hatte bereits Alarmglocken ausgelöst, und nun muss man ohne seinen Top-Torjäger klarkommen.
Auch Sanabria muss sich einer Muskelverletzung im Beckenbereich widmen und steht somit nicht zur Verfügung. Das bedeutet, dass Bonazzoli, mit sieben Treffern der einzige Lichtblick im Angriff, mit Djuric oder Okereke zusammenarbeiten muss. Ein riskantes Unterfangen, wenn man bedenkt, dass beide noch nicht in Topform sind. Ein dreifaches Angriffsgefüge ist zwar denkbar, aber Giampaolo scheint vorerst von einem konservativeren Ansatz überzeugt.

Mittelfeld-chaos und abwehr-unsicherheiten
Im Mittelfeld gibt es ebenfalls Probleme. Thorsby verletzte sich bei seinem kurzen Einsatz gegen Bologna schwer am Wadenbein – ein weiterer Rückschlag für die ohnehin schon dezimierte Mannschaft. Hinzu kommt die Sperre von Maleh nach seinem unsportlichen Verhalten gegen Zortea. Payero könnte in die Bresche springen, unterstützt von Bondo. In der Abwehr könnten Baschirotto und Luperto zusammenwirken, obwohl die Demütigung durch Bologna noch lange nachwirkt.
Die Cremonese steht vor einer Zerreißprobe. Der direkte Vergleich mit Cagliari wird entscheidend sein, um die eigenen Chancen auf den Klassenerhalt realistisch einzuschätzen. Giampaolo forderte eine „psychologische Resets“ und deutete ein Rückkehr zum bewährten 3-5-2-System an. Es gilt, die Balance zwischen altbewährten Strategien und neuen Ideen zu finden – denn jetzt geht es darum, mit allen Mitteln den Abstieg zu verhindern.
Die Serie A ist unberechenbar. Die Cremonese muss sich jetzt neu fokussieren und zeigen, dass sie noch nicht aufgegeben hat. Die kommenden Wochen werden zeigen, ob die Mannschaft die nötige mentale Stärke besitzt, um den Kampf zu gewinnen.
