Cottbus: kann das team in köln die torshow von essen wiederholen?

Energie Cottbus steht vor einer Schlüsselaufgabe im Kampf um den Aufstieg. Nach dem dramatischen 5:3-Sieg gegen Essen reist das Team am Sonntag zur Viktoria nach Köln – und die Frage, ob sich dort erneut ein Torspektakel entwickeln könnte, liegt im Raum.

Die ausgangslage: spannung pur in der dritten liga

Nur ein Punkt trennt Cottbus vom direkten Aufstiegsplatz. Die Ausgangslage ist also klar: Ein Sieg in Köln ist fast schon Pflicht, um den Konkurrenten nicht weiter hoffnungslos zurückfallen zu lassen. Doch die Verletzungssorgen plagen das Team von Claus-Dieter Wollitz, und die Trainingsbedingungen sind alles andere als ideal.

Tolcay Cigerci, der von den Fans als „Fußballgott“ verehrte Stürmer, wird zweifellos wieder im Fokus stehen. Ob er seine Torjägerqualitäten auch gegen die Viktoria unter Beweis stellen kann, bleibt abzuwarten. „Wichtig ist, von Spieltag zu Spieltag zu schauen“, betont Cigerci. „Weil sich bei jedem Spieltag etwas ändern kann.“

Personalsorgen und schlechte trainingsbedingungen

Personalsorgen und schlechte trainingsbedingungen

Die Personalsituation bei Cottbus ist angespannt. Eine Vielzahl an Spielern kämpft mit Verletzungen und angeschlagenen Körperteilen. Die baulichen Maßnahmen an der Parzellenstraße erschweren die Trainingsbedingungen zusätzlich. Wollitz klagte offen über die mangelhafte Qualität des Trainingsplatzes im Eliaspark: „Die Spieler haben Probleme mit dem Schambein, mit der Muskulatur. Das Training ist seit vier Wochen auf ein Minimum runtergesetzt.“

Neben den bereits bekannten Ausfällen gesellen sich nun auch noch die Erkrankung von Timmy Thiele zu den Sorgen des Trainers. Nur Can Moustafa, der trotz Nasenbeinbruch auflaufen soll, scheint einigermaßen sicher für die Startelf zu sein – und das mit einer Spezialmaske.

Die viktoria: ein gegner ohne druck

Die viktoria: ein gegner ohne druck

Für die Viktoria Köln geht es in der Tabelle kaum noch um etwas. Der Meistertitel ist bereits sicher, und die Motivation könnte daher geringer sein als bei Cottbus. Das könnte den Lausitzern in die Karten spielen, doch Wollitz warnt vor Selbstüberschätzung: „Wir brauchen Intensität. Wir brauchen Power und wir brauchen Mut.“

Die Cottbusser Fans, die mit rund 2.000 Mann die Reise nach Köln antreten, wollen ihre Mannschaft lautstark unterstützen und so eine Heimspielatmosphäre erzeugen. Ob es gelingt, die angestrebte Torshow nachzuschlagen, wird sich am Sonntag zeigen. Aber eines ist klar: Energie Cottbus geht mit dem Ziel in die Partie, alles zu geben und sich drei wichtige Punkte zu sichern.

Die Lausitz hat gehofft, dass die Energie wieder ein Feuerwerk abbrennt. Die Zeit wird es zeigen, ob die Cottbuser am Sonntag in Köln ein weiteres Kapitel ihrer Torsaga schreiben werden.