Corretja: zverev gehört zu den titelanwärtern bei den french open!
Paris fiebert, und die Tenniswelt richtet ihren Blick auf Roland-Garros. Während Jannik Sinner und Carlos Alcaraz als die großen Favoriten gehandelt werden, sieht Eurosport-Experte Àlex Corretja auch Alexander Zverev in der Spitzengruppe – und das trotz einer turbulenten Sandplatzsaison.

Die achterbahnfahrt des deutschen
Zverevs Saison auf Sand war alles andere als geradlinig. Zwei Halbfinals und ein Endspiel standen neben einer überraschenden Achtelfinalniederlage in Rom. Besonders schmerzhaft: Zwei Niederlagen gegen den unaufhaltsamen Jannik Sinner. Doch Corretja lässt sich von diesen Ergebnissen nicht beirren. "Für mich ist es eine völlig andere Situation, wenn du ins Turnier einsteigst. Es ist egal, was während der Sandplatz-Saison passiert. Er hat diese Saison okay, aber nicht großartig gespielt.", erklärt der ehemalige Spanische Davis-Cup-Champion.
Der Schlüssel zum Erfolg liegt im Kopf. Corretja betont, dass Zverev an seine Fähigkeiten glauben und von Beginn an aggressiv agieren muss. "Er muss von Tag eins aggressiv sein. Er kann passiv sein und darauf warten, dass seine Gegner von Seite zu Seite rennen, aber dann kommt er in Wochezwei und ist vielleicht müde.". Eine klare Ansage an den Deutschen, der sich in Paris beweisen muss.
Zverev selbst hatte in einem Interview mit den McEnroe-Brüdern seine Position klargestellt und sich hinter Sinner und Djokovic gesehen. Corretja relativiert diese Aussage jedoch leicht: "Es gibt eine Lücke zwischen ihnen (Sinner und Alcaraz) und dann Novak und Sascha, die gezeigt haben, dass sie bereit sind, gut bei den Grand Slams abzuschneiden.". Er räumt Zverevs Potenzial ein, aber betont, dass er sich erst noch den Titelgewinn erarbeiten muss.
Die Erwartungen sind hoch, und Zverev steht am Mittwoch Tomas Machac gegenüber. Ein Duell, das live auf Eurosport und HBO Max übertragen wird. Kann er die Zweifel an seiner Form abschütteln und sich unter die Top-Favoriten reihen? Die Antwort gibt der Court.
