Cordoba vor dem umbruch: zehn profis verlassen den verein!
Cordoba – Ein Erdbeben droht beim SV Cordoba! Nach dem Abpfiff gegen Huesca zeichnet sich ein massiver Umbruch im Kader ab. Das Team von Trainer (noch) nicht bekannt steht vor der größten Herausforderung der Saison: den Verlust einer ganzen Generation von Spielern. Doch die Causa geht tiefer als bisher angenommen.
Die vertragsliste: wer bleibt, wer geht?
Nach aktuellem Stand, und ohne interne Verschiebungen, die der Verein noch nicht kommuniziert hat, stehen lediglich 16 Spieler in fester Anstellung. Die Verlängerungen von Diego Bri (durch die Kaufoption des Atlético Madrid), Albarrán und Xavi Sintes (basierend auf ihrer Einsatzzeit) sind bereits offiziell. Das bedeutet: Zehn Profis müssen den Verein verlassen – entweder durch auslaufende Verträge, die Beendigung von Leihen oder gar eine Vertragsauflösung. Namen wie Trilli (zuletzt ausgeliehen vom Valladolid), Alberto del Moral (Oviedo), Requena (Villarreal), Mikel Goti (Real Sociedad) und die Leihengänge Alcedo, Theo Zidane, Pedro Ortiz, Jacobo, Sergi Guardiola und Obolskii stehen somit auf der Liste der Abgänge.
Ein besonderer Fall ist Mikel Goti, der im Winter von der Real Sociedad kam und nun wohl zurückkehrt. Die Gerüchteküche brodelt, doch konkrete Angebote für die anderen Spieler sind bislang nicht eingetroffen. Das ist allerdings nur die halbe Wahrheit.

Renditen, verletzungen und agenten – die zweite reihe der abgänge
Neben den Spielern mit auslaufenden Verträgen gibt es weitere Unsicherheiten. Einige Akteure kämpfen mit Verletzungen oder haben durch ihre aktuelle Form nicht mehr den Stellenwert, um eine Weiterbeschäftigung zu rechtfertigen. Eine ganz andere Baustelle sind die Spieler, deren Marktwert durch ihre Leistungen oder die Verträge mit ihren jeweiligen Agenturen gesteigert wurde. Hier könnten die Verantwortlichen versuchen, noch einmal eine ordentliche Summe zu erzielen.
Carlos Marín, der Kapitän, der in dieser Saison im Schatten von Iker Álvarez stehen musste, könnte ein Kandidat für einen Verkauf sein. Auch Adrián Fuentes, der 14 Tore erzielte und eine Ausstiegsklausel von drei Millionen Euro besitzt, steht möglicherweise auf der Liste. Interessanterweise gibt es bereits erste Gerüchte über die Beteiligung der Agentur, die auch Dani Jiménez (Huesca) und Jordi Cano (Europa) vertritt – eine mögliche Dreiecksbeziehung, die das Transferfenster auf Cordoba-Seite aufhübschen könnte.
Und dann wäre da noch Isma Ruiz, um den sich der Sportjournalist Ángel García in diesem Donnerstag mit dem Valencia und anderen Erstligisten herumwirbelte. Ein Wechsel könnte für alle Beteiligten eine Win-Win-Situation darstellen. Die Transferstrategie des Vereins scheint klar: junge, talentierte Spieler, die man günstig weiterverkaufen kann.
Die kommenden Wochen werden zeigen, ob Cordoba diesen Umbruch meistert und einen schlagkräftigen Kader für die neue Saison zusammenstellen kann. Doch eines ist sicher: Der aktuelle Kader wird sich drastisch verändern. Die Frage ist nur, ob die Verantwortlichen die richtigen Entscheidungen treffen.
