Conte zieht nach cagliari-sieg die bremse: "noch lange nicht fertig"
Neapel schlägt Cagliari 1:0, springt für eine Nacht auf Platz zwei und hört trotzdem den Cheftrainer nachschärfen. Antonio Conte giftet: „Wir haben zu schlampig gespielt, zu viele Pässe verschenkt. Drei Punkte? Gut. Aber bis zur Champions-League-Ziehung ist es ein Katzenklo.“
Contes wut hat methode
Die Statistik ließ ihn kaum schlafen. Kein einziger Cagliari-Schuss aufs Tor, trotzdem klappte das Spiel nach McTominays Frühtor nur zur Hälfte. Kevin De Bruyne durfte sich nach seiner Leisten-OP freuen – „sehr frisch“, sagt Conte –, doch bei Anguissa und McTominay funktioniert der Motor noch auf Sparflamme. Lobotka rostet nach zwei Wochen Pause, Rrahmani und Di Lorenzo fehlen komplett. Nur Neres wird definitiv nicht mehr zurückkommen; sein Knie wurde operativ gerichtet.
Conte rechnet laut vor: „Acht Spiele, sechs Punkte Rückstand auf Inter. Theoretisch alles drin, praktisch reicht ein Blackout und wir rutschen auf Platz fünf.“ Für ihn ist die Saison ein Drahtseilakt ohne Netz. Die Mannschaft habe sich in sieben Monaten „außergewöhnlich“ geschlagen, doch die Belastungskurve steigt steil nach oben. Wer jetzt tritt, verliert.

Die kehrseite des tabellen-glitzer
Die Gazzetta rechnet Milan bereits ab – achtbeste Offensive der Liga. Conte lächelt kalte Zahlen an: „Wenn wir vorne die zweite Kugel versenken, brauchen wir in den letzten fünf Minuten keine Angstschweiß-Tücher.“ Das 1:0 war zu knapp, um zu träumen, zu breit, um zu glänzen. Der Coach will keine Schönfärberei. Für ihn zählt nur die Champions-League-Linie, alles andere ist Rausch.
Am Ende bleibt ein Satz, der in Neapel morgen die Titelseiten füllt: „Wir sind oben, aber noch lange nicht fertig.“ Die nächste Woche bringt den direkten Vergleich mit Atalanta – ein echtes Stress-Feuerzeug. Wer da nicht brennt, fliegt raus aus dem Feuerwerk der Königsklasse.
