Contador enthüllt: so startete der superstar seine rennen!
Alberto Contador, zweifacher Tour- und Giro-Sieger, hat in einer Übertragung des Giro d'Italia auf Eurosport ein pikantes Detail aus seiner Karriere preisgegeben: Seine Frühstücksgewohnheiten waren alles andere als gesund und würden heute im Profpeloton für Aufsehen sorgen. Ein Blick zurück auf eine Ära, in der Energie wichtiger war als jede Ernährungslehre.

Die kohlenhydrat-bombe vor dem start
Als Führender in einer großen Rundfahrt durfte man sich keinen Energietief im Verlauf der Etappe leisten. Das wusste Contador nur zu gut. „Wenn man als Kapitän fuhr, konnte man sich keinen schlechten Tag erlauben“, erklärte er. Daher zwang er sich, zu essen, selbst wenn sein Körper keine Lust dazu hatte. „Ich musste mit vollen Tanks losfahren. Ich zwang mich zum Essen.“
Was er zu sich nahm, klingt für heutige Verhältnisse schlichtweg unglaublich. Sein Frühstück bestand aus „Reis, einer Tortilla, etwas Schinken und Käse – alles mit hochwertigem Öl“. Anschließend folgten „Cerealien mit Zucker, so eine Art Müsli“. Und als Krönung gab es noch „eine Scheibe Nutella-Toast und vielleicht ein Croissant vom Buffet.“ Eine schier unendliche Menge an Kohlenhydraten, die er benötigte, um die anstrengendsten Etappen zu bewältigen, ohne frühzeitig zu versagen.
Die Ernährung hat sich gewandelt: Contador betonte, dass er im Laufe seiner Karriere einige Anpassungen vorgenommen habe. „Ich habe Haferflocken eingeführt, eine langsame Energiequelle, und das hat mir sehr gut getan“, so der ehemalige Radprofi. Das Frühstück war dabei ein unumstößlicher Bestandteil seiner Vorbereitung. Im Rennen selbst passte er seine Nahrungsaufnahme dann an die jeweilige Tagesform an.
Die Zeiten haben sich geändert. „Früher wusste man, wie man seinen Körper einschätzt, und konnte so Fehler vermeiden“, erinnert sich Contador. „Heute ist der Spielraum viel geringer, weil alles gemessen wird.“ Die Disziplin und die wissenschaftliche Herangehensweise an die Ernährung im Profi-Radsport sind heute unbestreitbar weiter fortgeschritten. Doch Contadors Enthüllung zeigt, dass auch die größten Stars der Vergangenheit auf unkonventionelle Weise zum Erfolg fanden – und dabei den Genuss nicht vergaßen.
Die Faszination des Radsports liegt oft in diesen kleinen, unerwarteten Geschichten. Contador hat uns einen Einblick in eine vergangene Ära gewährt, in der der Instinkt und die Erfahrung oft mehr wogen als jede wissenschaftliche Analyse. Eine Erinnerung daran, dass der Sport manchmal auch einfach Spaß machen darf.
