Ruiz' comeback: psg's geheimwaffe für den champions-league-triumph?

Paris – Nach fast drei Monaten Zwangspause ist er zurück und scheint das fehlende Puzzleteil im PSG-Mittelfeld zu sein: Fabián Ruiz. Der Spanier, der im Sommer 2022 für 22,5 Millionen Euro vom SSC Neapel an die Seine wechselte, hat in seinen letzten Spielen eine beeindruckende Form gezeigt und Trainer Luis Enrique ins Schwärmen gebracht.

Ein mentaler blitz im defensiven mittelfeld

Enrique bezeichnet Ruiz als „Spieler, der auf den ersten Blick eine Sache suggeriert, in Wahrheit aber das Gegenteil ist.“ Seine vermeintliche Langsamkeit wird durch eine außergewöhnliche mentale Schnelligkeit konterkariert. Ruiz ist nicht nur technisch versiert, sondern hat sich auch defensiv enorm weiterentwickelt. „Er ist ein anderer Spielertyp, einer, den ich mag“, so der PSG-Coach, der betonte, dass seine Wertschätzung nicht auf der spanischen Nationalität, sondern auf seinen Qualitäten beruht.

Die Statistiken untermauern Enriques Lobpreisungen. In seinen drei Partien als Stammspieler war Ruiz der Spieler mit den meisten erfolgreichen Pässen im gegnerischen Drittel (73), der Dritte mit den meisten erfolgreichen Pässen insgesamt (145 von 148) und ebenfalls Dritter in der Anzahl der Klärungen (4). Zudem verbuchte er 10 Ballgewinne und drei erfolgreiche Tacklings. Ein beachtlicher Wert, der auch Luis de la Fuente, den spanischen Nationaltrainer, beeindruckt.

„Er scheint langsam, aber mental ist er der Schnellste auf dem Platz“, so Enrique, der die Bedeutung des Spielers für die Balance seines Teams hervorhebt. Ruiz bringe sowohl technische als auch körperliche Qualität ins Spiel und zeige, wie man mit und ohne Ball agieren muss. Nach seiner langen Verletzungspause leistet er einen „enormen Beitrag“ zum Erfolg der Pariser.

Gerard López betonte in 'Movistar' seine Vielseitigkeit: „Er kommt aus einer Verletzung zurück und man könnte den Eindruck haben, dass er nicht mehr den vollen Speed hat, aber er ist sehr komplett: intelligent, mit guter Positionierung und dem nötigen Körperkraft, um viel Raum abzudecken.“

Von neapel nach paris: eine metamorphose

Von neapel nach paris: eine metamorphose

Abelardo, ein erfahrener Fußballanalyst, beschreibt Ruiz' Entwicklung als „Metamorphose“. Im Betis war er ein offensiv ausgerichteter Spieler, im Napoli veränderte sich seine Mentalität und in Paris hat er seine defensive Arbeit, seine Zweikampfstärke weiter ausgebaut. „Wenn man ein Team hat, das so offensiv spielt wie PSG, braucht man einen Spieler, der Ruhe ausstrahlt und sowohl in der Verteidigung als auch im Angriff hilft. Nach einer Verletzung zurückzukommen und in einem Champions-League-Halbfinale körperlich zu bestehen, ist eine gute Nachricht für PSG und die spanische Nationalmannschaft“, so Morientes.

Die kommenden Aufgaben, insbesondere das Rückspiel im Champions-League-Halbfinale gegen Bayern München, werden zeigen, ob Ruiz' Form hält und ob er tatsächlich der Schlüssel zum erhofften Titelgewinn sein kann. Enrique wird ihn klug dosieren müssen, um ihn für das Finale vorzubereiten. Denn eines ist klar: Fabián Ruiz ist zurück – und er ist bereit, PSG zum Erfolg zu führen.