Conegliano dominiert milano: neunter scudetto in sicht!
Ein furioser Auftritt der Prosecco Doc Imoco Conegliano besiegelte gestern Abend im Allianz Cloud in Mailand den vorzeitigen Titelgewinn in der italienischen Volleyball-Volksliga. Mit einem klaren 3:0-Sieg gegen Numia Vero Volley Milano haben die Norditalienerinnen die Serie vor dem entscheidenden Spiel am Sonntag im Palaverde Treviso auf 2:1 gestellt und damit die Weichen für den neunten Meistertitel – und den achten in Folge – gestellt.
Haak als unaufhaltsame kraft
Während das erste Spiel der Serie noch ein hart umkämpfter Fünf-Satz-Krimi war, demonstrierte Conegliano gestern Abend eine beeindruckende Dominanz. Die Leistungsträgerin Paola Egonu fand bei den Mailändern kaum statt, während die schwedische Angreiferin Isabelle Haak mit 22 Punkten als wertvollste Spielerin (MVP) des Spiels glänzte. Ihre Präsenz im Angriff war schlichtweg unüberwindbar, besonders in den zweiten und dritten Sätzen.
Die Mailänderinnen hingegen wirkten von der Anfang an von Nervosität und Unsicherheit geprägt. Der Block, der normalerweise ein entscheidender Faktor für die Lavarini-Mannschaft ist, fand kaum Wirkung. Die Angriffe blieben ineffektiv, und die Deckung ließ ebenfalls zu wünschen übrig. Die Folge: Eine deutliche Niederlage.
Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Conegliano spielte mit hoher Präzision und minimierte Fehler, während Milano mit einem verunsicherten Angriff kämpfte. Besonders im zweiten Satz tat sich Egonu schwer, während Haak den Angriff der Coneglianerinnen mit beeindruckender Konstanz vorantrieb.

Ein blick zurück auf das spielgeschehen
Das Spiel begann mit vorsichtigem Abtasten beider Teams. Conegliano setzte früh auf eine solide Verteidigung, insbesondere gegen Egonu, die in der ersten Fraktion kaum in Schwung kam. Die italienischen Blockspielerinnen der Coneglianerinnen sorgten für einen entscheidenden Vorteil (5 Blocks im ersten Satz), was ihnen zum 25:21-Sieg verhalf. Milano versuchte zwar mit Danesi und Lanier, den Spielaufbau zu beleben, doch Conegliano behielt die Kontrolle.
Der zweite Satz war ein enges Duell, das mit 29:25 an Conegliano ging. Haak steigerte ihre Leistung weiter (7/9 im Satz) und sorgte gemeinsam mit De Gennaro in der Abwehr für Sicherheit. Im dritten Satz setzte sich Conegliano dann noch deutlicher durch und entschied das Spiel mit 25:18 für sich. Die Angriffe von Piva und Lanier blieben ineffektiv (1/11 kombiniert), was die Hoffnungen der Mailänderinnen auf eine Wende zunichte machte.
Die Serie steht nun 2:1 für Conegliano, und am Sonntag im Palaverde wird entschieden, ob die Norditalienerinnen ihre beeindruckende Erfolgsserie fortsetzen können.
Christian Schneider, TSV Pelkum Sportwelt
