Como gegen inter: fabregas und chivu liefern bittere nullnummer
Ein 0:0, das sich anfühlte wie eine Buchhaltersitzung. Arrigo Sacchi hat es nach dem Aufeinandertreffen zwischenComo und Inter auf den Punkt gebracht: Beide Mannschaften haben gespielt, als wären sie mehr mit dem Rückspiel beschäftigt gewesen als mit dem, was auf dem Platz vor ihnen lag. Das ist kein Fußball. Das ist Risikomanagement.
Fabregas, der unerkennbare
Cesc Fabregas als Trainer des FC Como war kaum wiederzuerkennen. Der Mann, der als Spieler für Tempo, Intuition und Mut stand, schickte eine Mannschaft aufs Feld, die sich in taktischer Vorsicht eingemauert hat. Keine Aggressivität, kein Hunger, keine echten Torchancen. Fabregas hat offenbar entschieden, das Risiko zu verwalten statt zu spielen. Das mag rational klingen. Im Fußball ist es eine Kapitulation.

Chivu ohne tiefe, inter ohne seele
Bei Cristian Chivu auf der Interseite war das Bild kaum besser. Die Vertikalität, die Inter in dieser Saison immer wieder ausgezeichnet hat, fehlte vollständig. Keine Läufe in die Tiefe, kein Druck nach vorne, kein Moment, in dem man das Gefühl hatte, dass diese Mannschaft ein Tor erzielen will. Sacchi fragte sich öffentlich, wohin die Direktheit verschwunden sei. Die Antwort ist unangenehm: Sie wurde taktisch wegorganisiert.
Sacchi erzählte von einem Freund, einem Buchhalter, der nach dem Spiel sagte, beide Teams hätten wohl an das Rückspiel gedacht und die Rechnung entsprechend aufgemacht. Sacchi antwortete ihm trocken: „Diese Logik funktioniert in einer Bank, aber nicht im Fußball.
