City vor dem meistertitel? jugendakademie prägt pep-team
Manchester City steht kurz vor dem Gewinn der Premier League – und die Vergangenheit des Clubs deutet auf eine ungewöhnliche, aber erfolgreiche Strategie hin. Der Sieg gegen Arsenal katapultierte die Mannschaft von Pep Guardiola in eine glänzende Position, nur noch drei Punkte trennen sie vom Titel, und ein Nachholspiel steht noch aus.
Spanische talente als erfolgsrezept
Ein Blick zurück offenbart, dass der aktuelle Erfolg des Clubs auf einer gezielten Förderung spanischer Jugendspieler basiert. Paolo Fernandes, ein junger Stürmer aus Zaragoza, schildert seine Erfahrungen: „Mein Agent zeigte mir die interessanten Klubs – City, Arsenal und Liverpool in der Premier League, sowie Real Madrid und Barcelona in Spanien.“ Fernandes wechselte mit 15 Jahren in die Jugendakademie von Manchester City.
Als er nach Manchester kam, traf er auf eine beeindruckende Ansammlung spanischer Talente, darunter Aleix García, Angeliño, Manu García, Brahim Díaz und Pablo Maffeo. Txiki Begiristain, damals Sportdirektor, erkannte das Potenzial des spanischen Fußballs, der durch den WM-Sieg 2010 einen enormen Aufschwung erlebt hatte. „Die Revalorisierung des spanischen Fußballs war spürbar“, erinnert sich Fernandes.
Pep Guardiola, der 2016 zum Verein kam, spielte ebenfalls eine wichtige Rolle bei der Förderung junger Spieler. Fernandes berichtet von Guardiola: „Was mich an ihm positiv überraschte, waren seine Gesten und seine schnelle Art, Dinge zu erklären. Außerdem war er sehr nahbar für die jungen Spieler.“
Fernandes verließ City nach neun Jahren, blickt aber positiv auf seine Zeit dort zurück: „Es hat mein Leben verändert.“ Aktuell verfolgt er die Entwicklung des Clubs weiterhin und glaubt fest an den Titelgewinn. „Ich sehe es jetzt sehr gut möglich, Pep-Teams gibt man niemals auf!“

Von holland nach griechenland und weiter
Nach seiner Zeit in Manchester führte Fernandes‘ Karriere ihn über eine Station in Holland (NAC Breda) und eine schwierige Phase in Castellón zurück nach Spanien. Eine Verletzungsgeschichte bremste seine Entwicklung. Im Sommer 2021 wagte er ein neues Kapitel in Griechenland, wo er beim Bolos schnell Fuß fasste und die Aufmerksamkeit der Top-Klubs auf sich zog. Schließlich wechselte er zum AEK Athen, wo er mit Matías Almeyda zusammenarbeitete. „Als Mensch ist er eine glatte Eins, nicht nur eine Neun. Es ist wirklich schade, dass es in Sevilla nicht geklappt hat“, bedauert Fernandes.
Derzeit ist er leihweise beim Al-Khaleej in Saudi-Arabien aktiv und genießt die Gastfreundschaft. Sein Vertrag läuft am Ende der Saison aus, und er träumt von einer Rückkehr nach Spanien. „Ich glaube, nicht jetzt, aber irgendwann würde ich gerne wieder in Zaragoza spielen. Als Kind habe ich Bälle für die erste und zweite Mannschaft eingesammelt – wenn sie mich gelassen haben“, gesteht er. Seine größte Hoffnung gilt dem Verbleib seines Heimatvereins in der Segunda División. „Das ist es, was ich mir am meisten wünsche, dass sie sich retten und wieder durchatmen können!“
