Chinas fußball versinkt im korruptionssumpf: neun klubs starten im minus
Neun von sechzehn Klubs. So viele Teams begannen den Saisonstart der chinesischen Super League am Freitag mit Punktabzügen — wegen Spielmanipulation, Glücksspiel und Korruption. Das ist keine Randnotiz. Das ist das Bild einer Liga, die sich selbst zerfrisst.
Der absturz einer einstigen traumliga
Es war mal ein Versprechen. Wer in Europa ausgedient hatte, aber noch einmal richtig Geld verdienen wollte, schaute nach Osten. Hulk, Carlos Tévez, Sandro Wagner — sie alle folgten dem Ruf des Geldes ins Reich der Mitte. Die Super League zahlte fürstlich, und die Welt staunte. Das war vor 2020. Was danach kam, lässt sich kaum anders beschreiben als freier Fall.
Die härteste Strafe traf Shanghai Shenhua und Tianjin — jeweils zehn Punkte Abzug. Ausgerechnet Shenhua, wo einst Jörg Albertz, Carsten Jancker, Tévez, Nicolas Anelka und Didier Drogba spielten. Ein Klub mit Geschichte, der nun mit einem Minus in die Saison geht, das sich wie ein Eingeständnis liest.

Nulltoleranz auf dem papier, chaos in der realität
Der chinesische Verband sprach im Januar von „Nulltoleranzpolitik
