Cheyenne loch beendet karriere – schwangerschaft übertrumpft olympia
Die Piste war ihr Zuhause, doch das Baby wird ihre neue Arena. Cheyenne Loch hängt ihr Snowboard sofort an den Nagel – und das mit einem Lächeln, das schärfer ist als jede Kante.
Renten statt renntage
Der Deutsche Snowboard-Verband bestätigte am Mittwoch, was im Team schon durchsickerte: Loch erwartet im Sommer ihr erstes Kind. Die 29-Jährige zog die Notbremse, noch beald die Saison richtig losging. „Mein Körper meldet zurück, dass das zu viel ist“, sagt sie knapp. Drei Sätze, mehr Erklärungsbedarf besteht nicht.
Für die FIS-Rennserie bedeutet das: eine Parallel-Gesamtweltcup-Siegerin weniger, eine Startnummer frei, die niemand gern übernimmt. Denn Loch war die Athletin, die trotz zwei Kreuzbandrissen, Sprunggelenk-Arthrose und Rücken-Blockaden neun Weltcup-Podestplätze zusammenschraubte – mit Schmerztabletten statt Zuckerguss.

Livigno war der emotionale schlussstrich
Olympia 2026? Fehlanzeige. Loch fuhr in Livigno nur für sich selbst. Rang 15 im Parallel-Riesenslalom klingt nach Statistik, war aber ihr persönlicher Sieg über Jahre voller Reha. „Richtig, richtig cool“, sagt sie rückblickend – drei Wochen später ist Schluss. Andreas Scheid, Sportdirektor Snowboard Germany, atmet tief durch: „Das ist der beste Grund für ein Karriereende.“
Die Raceboarder reisen ohne sie nach Val St. Come, Kanada. Dort geht am Wochenende die Post-Olympia-Saison los – mit einem freien Startplatz und einem stillen Blick Richtung Babynest.
Loch selbst schaltet runter. Kein Abschiedstraining, keine Tränen-Show. Stattdessen Babybett montieren, statt Kanten schleifen. Neun Podeste, elf Europacup-Siege, sechs Junioren-Medaillen – und jetzt ein Kinderzimmer. Die Bilanz stimmt, die Zukunft auch.