Cherki: der stille aufstieg des city-talents bei der wm

Rayan Cherki, das französische Ausnahmetalent von Manchester City, scheint bei dieser Weltmeisterschaft im Schatten der Stars zu stehen. Während Mbappé und Co. die Schlagzeilen dominieren, lauert Cherki im Hintergrund, bereit, zuzuschlagen. Doch wie sieht seine Rolle im französischen Team wirklich aus?

Die konkurrenz ist erdrückend

Die konkurrenz ist erdrückend

Die französische Nationalmannschaft präsentiert sich aktuell in einer Form, dass es für junge Talente nahezu unmöglich erscheint, sich in die Stammelf zu kämpfen. Mit Mbappé als unangefochtenem Starstürmer und Olise, der seine Position im Angriff ebenfalls festigt, ist Cherkis Weg zum Einsatz ebenso beschwerlich. Dembélé auf der rechten Seite und sogar Doué, der sowohl im Mittelfeld als auch zwischen den Linien überzeugt, erschweren seine Chance zusätzlich.

Trainer Deschamps scheint mit seinem aktuellen Kader vollkommen zufrieden zu sein und hat einen eingespielten Dreigestirn gefunden, wobei Doué als flexibler Joker agiert. Cherki muss sich also geduldig zeigen und seine Chance abwarten.

Doch der junge Franzose hat bereits Eindruck hinterlassen. In seinen letzten Vorbereitungsspielen bewies er sein Können mit einem sehenswerten Treffer gegen die Elfenbeinküste. Sein Debütspiel gegen Spanien in der Halbfinale der Nations League, obwohl er nur 30 Minuten auf dem Platz stand und mit einem Tor und einer Vorlage zwar glänzte, aber letztendlich nicht ausreichte, um den Ausgleich zu erzielen, bleibt ebenfalls ein positives Signal.

Cherki bestritt bereits zehn Partien für Deschamps und scheint nun seine Revanche zu suchen. Im bisherigen WM-Verlauf war er zwar hauptsächlich auf der Bank zu finden, doch Deschamps scheint ihn als Trumpf für die zweite Halbzeit zu sehen. Seine Einsatzzeiten gegen Senegal, Irak und Norwegen waren zwar kurz, aber er bewies stets seinen Willen und seine Einsatzfreude.

Sollte Frankreich in einem Spiel in Verlegenheit geraten, ist Cherki sicherlich eine erste Option, um frischen Wind in den Angriff zu bringen. Für eine schnelle Umschaltbewegung und das Öffnen des Spiels ist Barcola, ebenfalls ein begabter Nachwuchsspieler, die bessere Wahl. Barcola, der ebenfalls auf seine Einsatzminuten wartet, zeigt im Training jedoch unermüdlichen Kampfgeist und suchte nach dem Spiel gegen Norwegen das Gespräch mit Deschamps. Er akzeptiert seine Rolle als Joker, ist aber dennoch ein wichtiger Bestandteil der Mannschaft.

Seine Trainingsleistungen sprechen Bände: Im Trainingsspiel nach dem Sieg gegen Norwegen erzielte er vier Tore und widmete sich anschließend dem Üben von Freistößen und Elfmetern. Cherki hat sich mit seinem Humor und seiner unkonventionellen Art die Herzen seiner Mitspieler erobert. Mbappé unterstützte ihn bei seiner Integration ins Team, und seine offenen Worte und sein direkter Kommunikationsstil schätzen seine Teamkollegen.

Vor dem Turnier äußerte Cherki provokante Worte, die für Aufsehen sorgten: „Wir kommen nicht als Favoriten zur WM, sondern um die ganze Welt zu zerquetschen!“ Eine Aussage, die zeigt, dass in diesem jungen Mann ein unbändiger Siegeswille steckt.