Chaos im bernabéu: mbappé wird zum buhmann, während ancelotti bangt
Madrid – Das Bernabéu brodelt. Nach dem blamablen Ausscheiden aus der Champions League und demRückstand auf Barcelona hatsich eine Atmosphäre des Unmuts über die königliche Kurve entwickelt. Nicht nur die sportlichen Resultate, sondern auch das Verhalten der Fans sorgten für eine denkwürdige, wenn auch wenig schmeichelhafte, Begegnung gegen Alavés.
Vinícius im visier – eine verpasste entschuldigung
Schon beim Anpfiff sorgte der Jubel für Verwunderung: Vinícius wurde ausgepfiffen, und zwar ohne erkennbaren sportlichen Grund. Der Hintergrund liegt in seiner hitzigen Reaktion bei der letzten Begegnung gegen Barcelona im Oktober, die den Real-Trainer destabilisierte. Ein Verhalten, das ihm die Fans nun offenbar nicht verzeihen wollen, und das trotz öffentlicher Entschuldigungen. Es ist ein bezeichnendes Beispiel für die zunehmende Polarisierung im Umfeld des Vereins.
Die Schuldzuweisung ist absurd, da die Ereignisse längst vergangen sind und der junge Spieler sich bereits für sein Verhalten entschuldigt hat. Die Reaktion der Fans wirkt wie ein Reflex, ein Ventil für die Frustration über die sportliche Situation.

Mbappé als „el dictador“ – die audienz des französischen superstars
Auf dem Feld zeigte Mbappé, dass er trotz des tristen Umfelds zur Stelle war. Sein 24. Treffer in dieser Liga brachte Real in Führung, allerdings feierte er den Erfolg wenig enthusiastisch. Die Fans haben ihn bereits den Spitznamen „El Dictador“ verliehen – ein Ausdruck des Unmuts über seine vermeintliche Dominanz und seinen Einfluss im Team.
Ein weiterer Pfiff hallte durch das Stadion, als Mbappé in der Nachspielzeit einen waghalsigen Lupferversuch unternahm. Dieser Akt der vermeintlichen Selbstüberschätzung wurde von den Zuschauern nicht goutiert, die lieber einen konzentrierten Spielzug gesehen hätten. Die Erwartungen an den französischen Superstar sind enorm, und jede Abweichung von der Norm wird sofort kritisiert.

Verletzungssorgen und ein unzufriedenes publikum
Die Situation wurde noch dadurch verschärft, dass Militao sich bei einem Schuss verletzt und das Spielfeld verlassen musste. Carlo Ancelotti, der Trainer, hielt den Atem an, während Sivera, der Alavés-Torwart, in glänzender Verfassung war und zahlreiche Schüsse parierte. Die wenigen verbliebenen Zuschauer quittierten die Leistung ihrer Mannschaft mit weiteren Pfiffen, was die Atmosphäre zusätzlich vergiftete.
Am Ende war es Toni Martínez, der für Alavés traf und den Anschluss herstellte. Das Bernabéu, einst ein Hort des Stolzes, wirkt nun desillusioniert und unzufrieden. Die Modernisierungsarbeiten am Stadion, die die Kosten auf ein astronomisches Niveau getrieben haben, werden zu einer weiteren Belastung.

Die zukunft des bernabéu – tennismatch statt fußball?
Die Umbauarbeiten, die die Kosten fast verdreifacht haben, zwingen den Verein, neue Einnahmequellen zu erschließen. In Zukunft könnte das Bernabéu sogar Schauplatz von Tennisturnieren sein, während die Spieler des Masters 1000 auf dem Rasen stehen. Da könnte man zumindest sehen, wie Jannik Sinner spielt, ohne ausgepfiffen zu werden – ein ironisches Bild angesichts der aktuellen Gemütslage im Verein.
