Champions-thriller: atlético und barcelona mit personalsorgen vor wiedersehen
Madrid bebt – und das nicht nur wegen der bevorstehenden Königlichen. Vor dem Rückspiel gegen den FC Barcelona in der Champions League drohen Atlético und sein Kontrahent mit einem massiven Personalengpass. Bis zu zwölf Spieler könnten am Dienstag im Estadio Metropolitano fehlen, nachdem sie in der Hinrunde bereits Gelb erhalten haben. Ein weiterer Verwarnungs-Pfiff und die Traumreise in die Halbfinals ist abrupt beendet.
Die abwehr von atlético in der bredouille
Besonders bitter für die Rojiblancos: Die Defensive ist am stärksten betroffen. Gleich drei Innenverteidiger – Pubill, Lenglet und Le Normand – stehen auf der Liste der Spieler, die bei einer weiteren Verwarnung ausfallen würden. Auch der Linksverteidiger Ruggeri und der Rechtsverteidiger Llorente (obwohl dieser durchaus ins zentrale Mittelfeld rücken könnte) sind gefährdet. Hinzu kommen die unumstrittenen Kräfte Giuliano und Almada, wobei letzterer im jüngsten Ligaspiel bereits in die hitzige Debatte um Bernals Foul involviert war – ein Foul, das dem Argentinier möglicherweise eine schwerwiegende Verletzung zugefügt hätte.
Die Nerven liegen blank, denn der Schiedsrichter Kovacs könnte eine Schlüsselrolle spielen. Während Atlético noch nie unter seiner Leitung gewonnen hat, steht in Erinnerung, dass er im Hinspiel gegen Galatasaray bereits sieben gelbe Karten zückte. Sollte er in ähnlicher Weise vorgehen, könnten die Ambitionen von Simeones Mannschaft im Keim erstickt werden. Die Intensität des Spiels wird zweifellos auf die Probe gestellt werden.

Barcelona ebenfalls mit risikospielern
Auch beim FC Barcelona ist die Lage angespannt, wenn auch in geringerem Maße. Lamine Yamal, einer der Shootingstars des Teams von Xavi Flick, ist ein potenzieller Ausfall, der mit dem Ausfall von Raphinha noch brisanter wird. Auch Casadó und Fermín, zwei weitere wichtige Säulen des Mittelfelds, stehen kurz vor der Sperre. Fermíns aggressive Spielweise macht ihn besonders anfällig für eine Gelbe Karte.
Die bisherige Saison hat gezeigt, dass beide Teams in der Lage sind, ein hohes Tempo vorzugeben. Vier Duelle in Liga und Copa del Rey haben bereits bewiesen, dass die Intensität nicht nachlässt, wenn es um den Einzug unter die besten vier Teams Europas geht. Die Spannung ist förmlich greifbar. Die Entscheidung, wer sich das Ticket für die Halbfinal-Partien sichert, wird auf dem Platz fallen – und möglicherweise schon vor dem Anpfiff durch die Nerven der Spieler.
Die kommenden 90 Minuten werden zeigen, ob die Nervosität überhandnimmt. Denn eines ist klar: Die Gelb-Karte-Bilanz könnte am Ende wichtiger sein als das Ergebnis selbst.
