Champions-drama! frankreichs wm-hoffnungen stark gefährdet

Ein Schock für den französischen Fußball: Das Champions-League-Viertelfinale zwischen Liverpool und Paris Saint-Germain offenbarte eine bittere Realität – eine Verletztenmisere, die Didier Deschamps vor dem bevorstehenden WM-Turnier Kopfzerbrechen bereitet. Nicht nur der Ausscheiden aus dem Wettbewerb wiegt schwer, sondern vor allem die Verletzungen mehrerer Schlüsselspieler.

Ekitike fällt wohl komplett aus – tendonrisse verdächtig

Der für 95 Millionen Euro verpflichtete Hugo Ekitike musste in Tränen aufgelöst vom Feld geführt werden. Die Befürchtungen bestätigen sich: Laut Spezialisten wie Nicolas Baudrier, der sich auf die Chirurgie von Sehnen und Bändern konzentriert, besteht eine 90-prozentige Wahrscheinlichkeit für einen kompletten Ruptur des Achillessehnes. Eine Diagnose, die dem jungen Stürmer und dem französischen Nationalteam einen herben Schlag versetzt. Der Ausfall für die Weltmeisterschaft ist nahezu unvermeidlich.

Arne Slot, Trainer von Liverpool, zeigte sich bedrückt: „Es sieht nicht gut für Hugo aus. Es ist besonders hart für ihn, sich in diesem entscheidenden Moment der Saison zu verletzen.“ Baudrier ergänzte: „Er hat sich zweimal wieder aufgerappelt, aber konnte nicht gehen. Bei einer Ruptur sind partielle Ausfälle fast ausgeschlossen; es ist in der Regel ein kompletter Riss. Eine MRT-Untersuchung wird dies heute Abend bestätigen.“ Ein solches Ausmaß an Verletzung bedeutet eine erhebliche Ausfallzeit von rund neun Monaten.

Auch nuno mendes und désiré doué angeschlagen

Auch nuno mendes und désiré doué angeschlagen

Doch das Unglück blieb nicht bei Ekitike. Auch Nuno Mendes musste verletzungsbedingt gegen Lucas Hernandez ausgetauscht werden – eine Muskeldehnung, die bereits in der Hinrunde Probleme bereitete. Besonders besorgniserregend ist die Situation um Désiré Doué. Der junge Angreifer erlitt im Zweikampf mit Szoboszlai einen Schlag auf das Knie und musste anschließend unter Schmerzen das Feld verlassen. Er prallte dabei unglücklich mit einem Mikrophon zusammen. Glücklicherweise konnte er den Platz selbstständig verlassen, doch die Schwere der Verletzung ist noch unklar.

Luis Enrique versuchte, die Situation herunterzuspielen: „Ich bin kein Arzt, aber bei Spielen dieser Intensität sind solche Probleme normal.“ Doch die Worte können die Sorge von Deschamps kaum lindern. Die WM-Vorbereitungen Frankreichs stehen unter keinem guten Stern.

Die Frage ist nicht, ob Frankreich mit dieser Personalrochade überhaupt in der Lage sein wird, eine ernstzunehmende Rolle im WM-Turnier zu spielen. Die Abwehr ist geschwächt, der Angriff verliert an Durchschlagskraft. Die kommenden Tage werden zeigen, wie sich die Verletzungen entwickeln und ob es für die französischen Talente eine Chance gibt, in die Bresche zu springen. Die Euphorie ist verflogen, die Ungewissheit groß.