Champions league: rassismusvorfall bei benfica – real madrid

Eklatante szene in lissabon: vorwurf des rassismus

Im Champions-League-Spiel zwischen Benfica Lissabon und Real Madrid kam es zu einem besorgniserregenden Vorfall. Ein mutmaßlicher rassistischer Ausruf von Benfica-Spieler Prestiannigegen Vinicius Junior führte zu einer Intervention des Schiedrichters François Letexier und der Aktivierung des FIFA-Protokolls gegen Rassismus. Der Vorfall ereignete sich unmittelbar nach dem Führungstreffer von Vinicius.

Der ablauf des vorfalls

Der ablauf des vorfalls

Nach seinem Torjubel geriet Vinicius Junior in eine Auseinandersetzung mit Prestianni. Der brasilianische Starspieler berichtete dem Schiedrichter von rassistischen Äußerungen. Letexier reagierte umgehend und vollzog die vorgeschriebene Geste zur Kennzeichnung eines rassistischen Vorfalls: verschränkte Arme unterhalb der Handgelenke und ein Zeigefinger, der auf das „No to racism“-Logo am Ärmel deutet.

Die herkunft der geste gegen rassismus

Die herkunft der geste gegen rassismus

Diese Geste, die mittlerweile weltweit im Fußball verstanden wird, wurde ursprünglich bei der U-20-Frauen-Weltmeisterschaft in Kolumbien im Sommer 2024 eingeführt. Sie wurde im 74. FIFA-Kongress in Bangkok einstimmig verabschiedet. Ziel war es, ein visuelles Signal zu schaffen, das auf dem gesamten Spielfeld sofort erkennbar ist und sowohl die Spieler als auch die Zuschauer erreicht.

Wie funktioniert das fifa-protokoll gegen rassismus?

Das Protokoll sieht drei Eskalationsstufen vor, die Letexier im vorliegenden Fall mit der ersten Stufe aktivierte. Hier eine Übersicht:

  • Stufe 1: Spielunterbrechung – Eine Durchsage im Stadion informiert über die Gründe der Unterbrechung und warnt vor einer möglichen temporären oder endgültigen Spielaussetzung bei Fortsetzung des rassistischen Verhaltens.
  • Stufe 2: Temporäre Spielaussetzung – Bei anhaltendem Verhalten wird das Spiel ausgesetzt und die Mannschaften in die Kabinen geschickt. Eine erneute Durchsage warnt vor einer endgültigen Spielaussetzung.
  • Stufe 3: Endgültige Spielaussetzung – Bei fortgesetztem Verhalten wird das Spiel nach Rücksprache mit den zuständigen Behörden und Experten endgültig abgebrochen.

Reaktion und fortsetzung des spiels

Nach der Aktivierung der ersten Stufe durch François Letexier konnte das Spiel nach kurzer Unterbrechung fortgesetzt werden. Die Situation wirft erneut ein Schlaglicht auf die anhaltende Problematik des Rassismus im Fußball und die Notwendigkeit konsequenter Maßnahmen.

Ein zeichen setzen gegen intoleranz

Als leidenschaftlicher Sportliebhaber und Autor bei TSV Pelkum Sportwelt ist es mir wichtig, solche Vorfälle anzusprechen. Sport soll Menschen verbinden und für Fairness stehen. Wir müssen gemeinsam dafür sorgen, dass Rassismus keinen Platz im Fußball hat und dass sich Athleten sicher und respektiert fühlen. Es ist ein Appell an alle, sich gegen jede Form von Diskriminierung zu stellen und ein Zeichen für Toleranz zu setzen.