Champions league: bayern in uefa-untersuchung nach eskalation gegen real!

München zittern! Nach dem dramatischen 4:3-Sieg im Champions-League-Viertelfinale gegen Real Madrid droht dem FC Bayern eine empfindliche Strafe. Die UEFA hat ein Disziplinarverfahren eingeleitet – und das gleich wegen vier verschiedener Vorwürfe, die das Chaos in der Allianz Arena dokumentieren.

Ein innenraumsturm, der schiefging

Ein innenraumsturm, der schiefging

Die Bilder gingen um die Welt: Begeisterte Bayern-Fans stürmten nach dem späten Siegtreffer von Michael Olise (90.+4) das Spielfeld, drängten sich an die Werbebanden vor der Südkurve und feierten ausgelassen mit den Spielern. Dabei kam es zu unglücklichen Kollisionen, bei denen offenbar zwei Fotografen verletzt wurden. Club Nr. 12, die Fan-Dachorganisation, entschuldigte sich prompt für das Verhalten ihrer Mitglieder – eine Geste, die zwar Anerkennung findet, das Verfahren der UEFA aber nicht aufhalten dürfte.

Die UEFA wirft dem FC Bayern München gleich vier Fehltritte vor: Störung durch Zuschauer, Blockierung öffentlicher Wege, das Werfen von Gegenständen und, besonders brisant, die Übermittlung einer für eine Sportveranstaltung ungeeigneten Botschaft in Form von Anti-UEFA-Bannern. Gerade die Banner-Aktion könnte den Rekordmeister empfindlich treffen, da sie die Integrität des Wettbewerbs in Frage stellt.

Die Südkurve des FC Bayern sorgte in der Vergangenheit bereits mehrfach für Schlagzeilen, vor allem durch den wiederholten Einsatz von Pyrotechnik. Nach entsprechenden Verwarnungen war die Kurve im Januar bereits teilweise gesperrt worden, woraufhin der Verein aus organisatorischen Gründen beschloss, die dortigen Plätze im Heimspiel gegen Union Saint-Gilloise leer zu lassen. Nun scheint sich die Eskalationsspirale fortzusetzen – und der FC Bayern muss mit erheblichen Konsequenzen rechnen.

Wie hoch die Strafe ausfallen wird, ist derzeit noch unklar. Mögliche Sanktionen reichen von Geldstrafen über Sperren für das eigene Publikum bis hin zu Punktabzügen. Für den FC Bayern, der sich bereits auf ein mögliches Duell mit Paris Saint-Germain einstellt, kommt das denkbar ungünstig. Die Verantwortlichen müssen nun hoffen, dass die UEFA angesichts der leidenschaftlichen Unterstützung der Fans kulant zur Seite steht – eine Hoffnung, die angesichts der Fakten jedoch eher gering erscheint.