Cerúndolo schreibt tennisgeschichte: marathon-sieg in roland garros!
Paris – Juan Manuel Cerúndolo hat bei den French Open 2026 nicht nur den Weltranglistenersten Jannik Sinner ausgeschaltet, sondern auch ein Duell für die Ewigkeit hingelegt. Der Argentinier bezwang Martin Landaluce nach unfassbaren 5 Stunden und 58 Minuten und schrieb sich damit in die Geschichtsbücher ein – als Teil eines Matches, das die drittlängste Partie der Roland-Garros-Geschichte darstellt.

Ein kampf auf leben und tod auf dem centre court
Die Atmosphäre im Stade Roland Garros war gestern Abend elektrisierend, als Cerúndolo und Landaluce einen Kampf lieferten, der an die legendären Marathon-Matches von Wimbledon erinnerte. Mit 6:4, 6:7 (7:9), 7:6 (7:4), 6:7 (6:7), 7:6 (10:8) ging der Argentinier als Sieger hervor. Die Zuschauer waren Zeugen eines Dramas, das weit über die üblichen Tennisstandards hinausging.
Der Vergleich mit anderen epischen Schlachten im Tennis ist beeindruckend: Nur Fabrice Santoro gegen Arnaud Clément (6:33 Stunden) und Lorenzo Giustino gegen Corentin Moutet (6:05 Stunden) benötigten bei den French Open mehr Zeit. Das Wimbledon-Duell zwischen John Isner und Nicolas Mahut im Jahr 2010 – das über drei Tage verteilt war und 11:05 Stunden dauerte – steht jedoch weiterhin in einer Liga für sich.
Cerúndolo, der sich bereits gegen Sinner durchgesetzt hatte, bewies Nervenstärke und Kondition auf höchstem Niveau. Sein Sieg ist nicht nur ein sportlicher Erfolg, sondern auch ein Beweis für die unglaubliche mentale Stärke und den unbedingten Willen, der in ihm steckt. Die Partie offenbarte auch, wie selten solche Marathon-Matches geworden sind, seit die Match-Tiebreaks bei Grand Slams eingeführt wurden.
Die French Open forderten auch andere Spieler heraus. So schlug Matteo Berrettini den Argentinier Francisco Comesana nach einem ebenfalls zähen Fünf-Satz-Match, das 5 Stunden und 13 Minuten dauerte. Berrettini erwartet Cerúndolo im Viertelfinale – ein Duell auf Augenhöhe, das Tennis-Fans auf der ganzen Welt bereits jetzt mit Spannung erwarten.
Doch es gab auch Enttäuschungen: Das Märchen des jungen Franzosen Kouamé endete überraschend früh in der dritten Runde. Und Titelverteidigerin Coco Gauff wurde von einer überraschend starken Österreicherin aus dem Turnier geworfen. Toni Nadal, Onkel von Rafael Nadal, äußerte sich bereits zu Sinner's Ausscheiden und deutete an, welche Veränderungen notwendig wären, um den jungen Italiener zu einem Weltklassespieler zu formen.
Cerúndolo steht nun im Achtelfinale und hat bewiesen, dass er zu den Top-Spielern der Welt gehört. Sein Weg zum Titel ist noch lang, aber mit seiner aktuellen Form und seinem unbändigen Willen ist alles möglich. Die Tenniswelt wird gespannt beobachten, wie er sich gegen Berrettini schlagen wird.
