Celtics-debakel: mazzullas überraschende worte nach dem aus

Boston – Schock und Enttäuschung in Beantown: Die Boston Celtics haben die Playoff-Serie gegen die Philadelphia 76ers nach einer 3:1-Führung noch verloren. Doch das eigentliche Erdbeben löste nicht das Ausscheiden selbst aus, sondern die Reaktion von Head Coach Joe Mazzulla. Seine Aussagen nach der Partie sorgten für massive Verwunderung und lösten eine hitzige Debatte aus.

Mazzullas rätselhafte vergleiche

Mazzullas rätselhafte vergleiche

Nach dem schmerzlichen 103:112 im siebten Spiel ließ Mazzulla durchblicken, dass er sich nach diesem bitteren Misserfolg genauso fühle wie nach dem Gewinn der NBA-Championship 2024. Ein Vergleich, der viele Fans und Experten gleichermaßen sprachlos zurückließ. „Jede Medaille hat zwei Seiten“, erklärte Mazzulla auf der Pressekonferenz. „Du musst nach Größe streben, aber auch die andere Seite davon akzeptieren. Viel zu oft dreht sich alles nur ums Gewinnen, Gewinnen, Gewinnen. Aber wenn du diesem Ziel nachjagst, musst du akzeptieren, dass du auch scheitern wirst.“

Die eigentliche Überraschung kam jedoch beim Vergleich mit dem Triumph von 2024: „In dem Jahr, in dem wir gewonnen haben, habe ich mich genauso leer gefühlt wie jetzt nach der Niederlage“, so Mazzulla. Eine Aussage, die den Eindruck erweckt, als ob der Erfolg für den Coach nicht mit Freude, sondern mit einem Gefühl der Leere verbunden war. Ein ungewöhnlicher Einblick in die Psyche eines NBA-Trainers.

Die Celtics hatten die Serie gegen die Sixers in den letzten Spielen völlig aus der Hand gegeben. Die verpassten Matchbälle zum Seriengewinn sind ein historischer Tiefpunkt für die Franchise. Besonders in Spiel 7 sorgte eine fragwürdige Coaching-Entscheidung von Mazzulla für Kritik und wurde von vielen als entscheidender Faktor für das Ausscheiden angesehen. Der junge Coach übernahm das Ruder kurz vor Saisonbeginn 2022/23 nach der Entlassung von Ime Udoka und steht nun vor seiner größten Herausforderung.

Die Leistung der Celtics war in dieser Serie alles andere als überzeugend. Ein besonders bitterer Moment war die Leistung von Jaylen Brown, der sich immer wieder durch theatralische Fallenstrecken hervortat – eine Verhaltensweise, die Mazzulla indirekt anerkannte. Die Niederlage gegen Philadelphia ist ein harter Schlag für Boston und wirft ernsthafte Fragen nach der zukünftigen Ausrichtung des Teams und der Rolle von Joe Mazzulla auf. Es bleibt abzuwarten, ob der Coach aus dieser Erfahrung lernen und die Celtics zurück in die Erfolgsspur führen kann. Der Druck ist jedenfalls enorm.

Die Sixers hingegen können den Sieg über die Celtics feiern. Joel Embiid, der nach einer Verletzungspause wieder voll einsatzfähig war, führte sein Team mit einer beeindruckenden Leistung an und rächte sich für frühere Niederlagen gegen die Celtics. Die Rache ist süß – besonders in der NBA.