Celta verpasst europa: fehlende konstanz und taktische überraschungen kosten zorn
Ein Patzer im Camp Nou ließ den Celta Vigo vorübergehend aus den europäischen Rängen fallen. Während Getafe dank eines besseren direkten Duells die Nase vorn hat, kämpft der Verein aus Galicien mit einer alarmierenden Negativserie und der Frage nach der taktischen Ausrichtung des Trainers.
Die defensive wankt, die offensive fehlt
Fünf Niederlagen in den letzten sechs Spielen sprechen eine deutliche Sprache. Der Celta Vigo präsentiert sich derzeit alles andere als stabil. Die kommenden Partien gegen Villarreal, Atlético, Athletic, Elche, Levante und Sevilla werden richtungsweisend sein, wenn es darum geht, den verpassten Europaplatz entgegenzuwirken. Doch die Frage ist: Hat das Team noch die nötige Kraft und den Willen, diesen schweren Weg zu beschreiten?
Im Vergleich zu den beeindruckenden Leistungen in der Copa del Rey gegen Freiburg und im Hinspiel gegen Oviedo, wirkte der Auftritt im Camp Nou blass. Claudio Giráldez' Mannschaft zeigte zwar in der ersten Halbzeit Ansätze einer kämpferischen Leistung gegen den Tabellenführer, doch die fehlende Konstanz und die ungewöhnlichen Aufstellungen trugen zu weiteren Problemen bei. Besonders der Weghfall von Borja Iglesias, dem etatmäßigen Torschützen, schmerzte. Er durfte lediglich 20 Minuten mitwirken.
Ein taktisches Experiment, das nach hinten losging. Die Rotation in der Startelf, mit Iglesias, Mingueza und Vecino auf der Bank, wirkte sich negativ auf das Spiel aus. Die gewohnte Harmonie fehlte, und die Offensive wirkte kraftlos. Die Abwehr wiederum hatte mit den schnellen Angriffen des FC Barcelona große Probleme. Es ist offensichtlich, dass der Trainer dringend an der Balance und der taktischen Flexibilität der Mannschaft arbeiten muss.
Die Tatsache, dass der Celta Vigo in dieser Saison schon mehrfach gezeigt hat, was in ihnen steckt – beispielsweise in den erwähnten Duellen gegen Freiburg und Oviedo – lässt Hoffnung. Doch die aktuelle Formkurve ist besorgniserregend. Es bleibt abzuwarten, ob Giráldez die richtigen Antworten auf die drängenden Fragen finden kann, um den Abwärtstrend zu stoppen und die europäischen Ambitionen am Leben zu erhalten. Das Team muss sich jetzt zusammenreißen und die letzten Spiele der Saison mit neuem Elan angehen. Nur so kann der Traum von Europa noch gerettet werden.

Die bilanz spricht für sich
Die Ausgangslage ist ernst. Der Celta Vigo muss in den verbleibenden Spielen punkten, um den Anschluss an die europäischen Ränge nicht zu verlieren. Die Konkurrenz schläft nicht, und jeder Punktverlust kann den entscheidenden Unterschied machen. Die kommenden Wochen werden zeigen, ob der Verein aus Galicien die Kurve noch bekommt und seine Ziele erreicht.
