Carvajal: eifersucht trübt real-legende – arbeloa sinnt auf rache?

Madrid tobt! Die Karriere von Dani Carvajal, Kapitän und Ikone von Real Madrid, scheint unter dem neuen Trainer Álvaro Arbeloa in einer tiefen Krise zu stecken. Der Rechtsverteidiger, der einst die Fankurve im Sturm eroberte, vegetiert nun auf der Bank und spekuliert über ein baldiges Karriereende, während die Gerüchte um einen möglichen Wechsel im Sommer lauter werden.

Ein alter groll keimt auf

Ein alter groll keimt auf

Die geringe Spielzeit des 34-jährigen Carvajals – gerade einmal zwölf Einsätze seit Arbeloas Amtsübernahme im Januar – ist mehr als nur eine taktische Entscheidung, so munkelt man in der spanischen Hauptstadt. Hinter verschlossenen Türen brodelt die Eifersucht. Und es geht um mehr als nur sportlichen Neid: Es geht um Rache. Ein Blick zurück ins vergangene Kapitel offenbart das Ausmaß der Tragödie.

Santi Canizares, ehemaliger Torwart-Titan der Königlichen, warf in der Sendung „Tiempo de Juego“ auf Cadena COPE schwere Vorwürfe. „Der arme Kerl! Carvajal verdient diese Behandlung nicht“, schimpfte Canizares. Doch er ging noch weiter: Arbeloa hege persönliche Motive, Carvajal aus dem Team zu drängen. Der Grund? Carvajals Aufstieg ging vor Jahren auf Kosten von Arbeloa. Nach einer erfolgreichen Leihe bei Bayer Leverkusen kehrte Carvajal 2013 als Hoffnungsträger nach Madrid zurück und katapultierte den damals etablierten Arbeloa auf die Tribüne. Der Abschied des Routiniers erfolgte 2016.

Ein dramatisches Kapitel

Die Sport titelte bissig: „Die Geschichte einer von Eifersucht zerfressenen Beziehung“. Denn Carvajals Aussicht auf eine weitere Teilnahme an der Weltmeisterschaft hängt direkt mit seiner Spielpraxis in Madrid zusammen. Die As war etwas zurückhaltender, merkte aber an: „Arbeloa hilft Carvajal nicht“. Während Carvajal unter Xabi Alonso noch regelmäßig zum Einsatz kam, ist er unter Arbeloa ins zweite Glied gerückt. Sein Auftreten beim Champions-League-Duell gegen den FC Bayern, wo er die gesamte Partie über auf der Bank schmoren musste, sorgte für zusätzliche Kontroverse, insbesondere aufgrund seiner kritischen Äußerungen zum Schiedsrichter Slavko Vincic.

Die Situation ist brisant. Carvajal, der selbst mit einer Knieverletzung zu kämpfen hatte, hat mit Real Madrid sechs Champions-League-Titel und vier spanische Meisterschaften gefeiert. Zudem war er Teil des spanischen Teams, das 2024 die Europameisterschaft gewann. Sein Vertrag läuft zum Saisonende aus, und die Frage ist, ob er diesen Zeitpunkt realistisch überleben wird, wenn er weiterhin nur Zuschauerrolle einnehmen muss.

Die Verantwortlichen von Real Madrid stehen vor einer schwierigen Aufgabe. Sie müssen die interne Zerrissenheit eindämmen und sicherstellen, dass eine Vereinslegende nicht an ihrem eigenen Stolz zugrunde geht. Denn eines ist klar: Ein verunsicherter und unzufriedener Dani Carvajal ist kein Gewinn für den Verein.