Cameron young dreht die players championship in florida um und kassiert 4,5 millionen dollar

Cameron Young spulte die letzten neun Löcher in 31 Schlägen und schickte damit Ludvig Åberg aus dem Fahrersitz direkt in die Wüste. Mit einem Birdie auf 17 und einem weiteren auf 18 stach der 28-jährige Amerikaner dem Schweden die Trophäe der Players Championship unter dem Arm weg – 13 unter Par, ein Schlag Vorsprung, 4,5 Millionen Dollar Prämie, Karriere-Statement.

Åbergs kollaps schreibt florida-geschichte

Der 25-jährige Schwede hatte noch beim Tee-Off vier Schläge Vorsprung, brauchte aber auf der Back-Nine 40 Schläge. Eine 76er Finalrunde katapultierte ihn von Startplatz eins auf geteilten Rang fünf – und das auf einem Kurs, den er drei Tage lang dominiert hatte. Die Bogey-Kaskade begann auf dem Par-3 8, wo sein Ball im Front-Bunker steckenblieb. Von da an war nichts mehr sicher: Doppel-Bogey auf 14, Bogey auf 15, 16 und 18. Die TPC Sawgrass frisst eben auch Favoriten.

Matt Fitzpatrick blieb mit 68er Schlusstag der einzige, der Young Paroli bot. Der Engländer landete auf zwölf unter Par, musste sich aber mit Platz zwei und 2,7 Millionen Dollar begnügen. Xander Schauffele rutschte mit einer 69er-Runde noch auf Rang drei und verdiente immerhin 1,7 Millionen.

Deutsches duo verpasst anschluss

Deutsches duo verpasst anschluss

Matthias Schmidt lieferte sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit dem Cut und schaffte es mit 73er-Schlussrunde gerade noch auf geteilten Platz 46. Stephan Jäger hingegen kratzte mit 75 Schlägen am Finaltag an der 70er-Marke vorbei und rutschte auf geteilten Rang 62 ab. Für die deutsche Golf-Community bleibt das Ergebnis ein mageres Trostpflaster – während Youngs Caddie die 500.000-Dollar-Bonus-Prämie fürs Tragen des Bags kassiert.

Die Players Championship gilt als das „fünfte Major“, und diesmal lieferte sie genau das Drama, das die Marketing-Abteilung bestellt hatte: ein Finale, das bis zur letzten Grünbestellung offen war, ein Preisgeld, das höher ist als das Budget mancher Fußball-Bundesligisten, und einen Sieger, der bislang vor allem als „bester Spieler ohne Titel“ galt. Dieses Etikett hat Cameron Young ab sofort abgelegt – mit einem Scheck, der ihm locker ein neues Beach-Haus in Florida finanziert.