Cagliari zerbricht sassuolo: esposito trifft doppelt, conte-importe enttäuschen
Eine halbe Stunde reichte. Daniele Verde schlenzt den Ball aus 18 Metern ins Kreuzeck, die Sardegna Arena tobt – und Cagliari wirft Sassuolo mit 3:1 aus dem eigenen Stadion. Der entscheidende Unterschied: Sebastiano Esposito, 21 Jahre, Leihgabe von Inter, verwandelt zwei Chancen in zwei Tore. Für Gäste-Trainer Stefano Pioli ist das ein Déjà-vu mit schlechtem Ende.
Piolis defensive bröckelt nach 27 minuten
Die Statistik vor dem Spiel war eindeutig: Sassuolo hatte in den letzten sieben Auswärtsspielen nur eines verloren. Doch die Zahlen lügen, wenn das Mittelfeld wackelt. Ab der 13. Minute drückt Cagliari die Gäste in die eigene Hälfte, Gianluca Lapadula verpasst aus fünf Metern. Kurz vor der Pause dann der Doppelschlag: Esposito tankt sich gegen Matheus Henrique durch, zieht ab, 2:0. Sassuolo wirkt wie nach elf Monaten Saison, nicht wie nach elf Tagen Pause.
Die Personalien, die Pioli bewegt: Matías Viña und Billy Gilmour bekamen ihre Startelf-Chance, doch statt Impulse kamen Fehlpässe. Viña verliert 14 von 17 Dribblings, Gilmour gewinnt kein einziges Zweikampf. Die britische Presse wird morgen fragen, warauß die Leihgebühr von 1,5 Millionen Euro bestand. Auf der Gegenseite verteidigt Giorgio Altare wie ein Mann, der seinen Platz in Lopeteguis Plan nicht mehr hergeben will.

Conte zieht die reißleine, esposito den doppelpass
In der 63. Minute wechselt Pioli auf 3-4-3 um, doch Cagliaris Macher Marko Rog erlaubt keinen Aufbau. Als Esposito nach Lapadula-Vorlage das 3:0 erzielt, ist die Partie gelaufen. Der Stürmer hat nun vier Tore in den letzten fünf Saisonspielen – mehr als seine gesamte Leihzeit bei Bochum zuvor.
Für Sassuolo wird die Lage brisant: Mit 26 Punkten rutscht die Mannschaft auf Relegationsplatz. Das Restprogramm listet noch Duellen gegen Milan und Atalanta. Pioli sprach nach Abpfiff von «kleinen Details», doch die Tabelle kennt keine Rechtfertigungen. Cagliari hingegen springt auf Rang 12 und vertreibt sich die Sorgen ums Klassenerhalt mit Esposito-Trikots, die nach dem Spiel in Rekordzeit ausverkauft sind.
Am Ende zählt nur ein Wert: 3,5. Espositos erwartete Tore pro 90 Minuten seit seinem Wechsel. Der Klub zahlte keine Ablöse – nur seine Gehalt. Eine Investition, die sich amortisiert, während Sassuolo fragt, warauß die teuren Importe blieben.
