Bvb-fans boykottieren champions league-spiel in bergamo nach polizeikontrollen

Eskalation vor dem cl-spiel: bvb-fans klagen über polizeiliche maßnahmen

Die aktive Fanszene von Borussia Dortmund hat das Champions-League-Spiel bei Atalanta Bergamo boykottiert. Grund sind schwere Vorwürfe gegen die Bundespolizei. Den Anhängern wird vorgeworfen, bei der Ausreise aus Deutschland durch gezielte Kontrollen und Maßnahmen behindert worden zu sein. Die Situation eskalierte, als auch bereits in Italien befindliche Fans von der italienischen Polizei aufgesucht wurden.

Was geschah an den flughäfen?

Was geschah an den flughäfen?

Laut einem Statement der Fanszene wurden Anhänger an deutschen Flughäfen aufgehalten, da sie fanszenetypische Kleidung oder Aufkleber trugen. Dies führte zu einem vermeintlichen “Spießrutenlauf mit Verboten oder Auflagen”. Die Bundespolizei bestätigte zwar Kontrollen, betonte jedoch, dass es sich um individuelle Einzelfallbetrachtungen im Rahmen der Ausreisekontrolle handele.

Reaktion des bvb und rechtliche schritte

Reaktion des bvb und rechtliche schritte

Borussia Dortmund äußerte sich bestürzt über die Vorkommnisse und gab an, keine detaillierten Informationen über die Hintergründe zu haben. Der Verein kündigte an, den Kontakt zur Polizei zu suchen, um die Rechtsgrundlage der Maßnahmen zu klären. Die Fanszene plant, mit Unterstützung der Fanhilfe Klage vor den Verwaltungsgerichten einzureichen.

Italienische polizei ebenfalls involviert

Italienische polizei ebenfalls involviert

Die Situation verschärfte sich weiter, als die italienische Polizei bereits in Italien befindliche BVB-Fans in ihren Unterkünften aufsuchte. Dieser Schritt löste unter den Anhängern große Empörung aus. Die Fans sehen darin eine unverhältnismäßige und nicht nachvollziehbare Maßnahme.

Diskussionen um einlassbestimmungen in bergamo

Diskussionen um einlassbestimmungen in bergamo

Vor dem Spiel hatte es bereits Diskussionen um die Einlassbestimmungen in Bergamo gegeben. Atalanta Bergamo wollte ursprünglich BVB-Fans ohne deutschen Wohnsitz nicht ins Stadion lassen, revidierte diese Entscheidung jedoch auf Druck des Vereins. Diese anfängliche Haltung trug zusätzlich zur angespannten Stimmung bei.

Bundespolizei verteidigt vorgehensweise

Bundespolizei verteidigt vorgehensweise

Die Bundespolizei erklärte auf Anfrage, keine generelle Ausreiseuntersagung gegen BVB-Fans verfügt zu haben. Allerdings behalte man sich im Rahmen der grenzpolizeilichen Ausreisekontrolle das Recht vor, Ausreisen im Einzelfall zu untersagen, unter Ausübung des Ermessens. Eine detailliertere Stellungnahme zu den Vorfällen lehnte die Behörde ab.

Ausblick: eskalation und rechtliche auseinandersetzung

Die Situation zwischen BVB-Fans und den Behörden ist weiterhin angespannt. Die angekündigte Klage der Fanszene dürfte für weitere Diskussionen sorgen. Es bleibt abzuwarten, wie die rechtliche Aufarbeitung der Vorfälle verlaufen wird. Die Ereignisse zeigen, dass die Sicherheitsvorkehrungen rund um internationale Fußballspiele immer wieder zu Konflikten führen können.