Bvb-boss setzt auf adeyemi: wm-hoffnungen am leben!
Dortmund – Die WM-Hoffnungen von Karim Adeyemi (24) scheinen nicht völlig ausgelöscht! Während Bundestrainer Julian Nagelsmann weiterhin zögert, schickt sich Lars Ricken, Geschäftsführer des BVB, nun öffentlich hinter dem jungen Offensivstar. Ein klares Signal im Kampf um die Ticket für Katar.
Ricken: „spezialisten können immer nützlich sein“
Die Situation ist angespannt: Adeyemi steht bei Bundestrainer Nagelsmann nicht hoch im Kurs, und die Zeit bis zur endgültigen Nominierung läuft davon. Doch Ricken sieht das anders. Auf Nachfrage der BILD erklärte er: „Julian Nagelsmann kennt natürlich seine Schnelligkeit. Und ich glaube: Wenn du 26 Mann mit zur WM nehmen kannst, dann kannst du auch Spezialisten mitnehmen. Spieler, die eine ganz besondere Waffe haben.“ Diese besondere Waffe sieht der BVB-Boss ganz klar in Adeyemis unglaublichen Geschwindigkeit.
„Karim hat eine herausragende Qualität, die du in einem Turnier immer mal gut gebrauchen kannst“, so Ricken weiter. Er betont jedoch auch, dass die Entscheidung letztendlich bei Nagelsmann liegt: „Ich weiß nicht, was Julians genaue Idee ist – am Ende muss er das verantworten. Wenn es funktioniert, ist alles gut. Wenn nicht, muss er dafür geradestehen.“
Doch hinter der öffentlichen Unterstützung für seinen Star könnte auch eine strategische Überlegung stecken. Eine Nicht-Nominierung könnte sich negativ auf den Marktwert von Adeyemi, der aktuell bei 50 Millionen Euro liegt, auswirken. Ein klarer Anreiz für den BVB, den Wert seines Spielers zu verteidigen.

Enttäuschung in bremen: adeyemi auf der bank
Für Adeyemi kam die Unterstützung von Ricken zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt. Im Auswärtsspiel gegen Bremen wollte er sich eigentlich mit einer starken Leistung für die WM empfehlen. Doch es kam anders: Lange Zeit saß er nur auf der Bank, immer wieder aufgewärmt, in der Hoffnung auf seinen Einsatz. Besonders bitter: Rund 15 Minuten vor seiner späteren Einwechslung schien der Nationalspieler bereits zu wissen, dass er zum Einsatz kommen würde. Er bereitete sich vor, lief Richtung Bank – nur um dann von Trainer Niko Kovač abgebügelt zu werden. Stattdessen entschieden sich Brandt und Chukwuemeka für einen Platz in der Startelf.
Erst in der 83. Minute durfte Adeyemi dann doch noch ins Spiel. Sein kurzer Einsatz reichte zumindest für eine Vorlage: Nach seinem Zuspiel traf Yan Couto in der Nachspielzeit zum 2:0-Endstand (90.+3). Zuvor hatte Serhou Guirassy bereits die Führung für Bremen erzielt (59.).
Trotz der Vorlage bleibt die bittere Wahrheit: Eine WM-Nominierung für Adeyemi wird immer schwieriger. Die wenigen Einsatzminuten in den letzten Wochen sprechen eine deutliche Sprache. Ob Ricken’s öffentliches Eintreten letztendlich Früchte trägt, bleibt abzuwarten. Doch eines ist klar: Der BVB setzt weiterhin auf sein Juwel.
