Bvb: kovac fordert fokus – nmechas fehlen wiegt schwer
Borussia Dortmund steuert auf eine solide Zweitplatzierung zu, doch Coach Niko Kovac warnt vor Selbstgefälligkeit. Nach dem späten Sieg in Stuttgart ist die Champions-League-Qualifikation praktisch sicher, doch der Verlust von Felix Nmecha hinterlässt spürbare Lücken im Spiel der Westfalen.
Die euphorie nach stuttgart – und die bittere realität
Die Freude über den 2:0-Erfolg in Stuttgart, der den BVB weiter von den Verfolgern entfernte, war bei den Spielern erkennbar, so Kovac. Ein „schönes Spiel“, das die Mannschaft in eine „sichere Zweitposition“ katapultierte. Die Erleichterung war groß, besonders nach den vergangenen Jahren, in denen der BVB in der Schwabenmetropole oft leer ausging. Doch der Trainer mahnt zur Vorsicht: „Das sollte uns für die kommenden Spiele gegen Leverkusen und Hoffenheim weitere Motivation geben.“

Die nmecha-lücke: ein qualitätsverlust
Der Ausfall von Felix Nmecha, der sich im Knie einen Bänderriss zuzog, wiegt schwer. „Felix ist gerade im Ballbesitz ein sehr wichtiger Bestandteil dieser Mannschaft“, betonte Kovac. Seine Vororientierung und technische Finesse seien unersetzlich. „Deswegen ist es schon schade, dass er nicht da ist. Die anderen müssen aber zusehen, das aufzufangen. Das ist sicherlich nicht einfach, weil Felix ein klasse Spieler ist.“ Kovac äußerte den Wunsch, den Nationalspieler noch in dieser Saison wiederzusehen, betonte aber, dass dies nicht in Stein gemeißelt sei.

Experimente im blick – aber erst leverkusen
Sollten die letzten Spiele gegen Leverkusen und Hoffenheim bereits entschieden sein, schloss Kovac Experimente mit jungen Spielern nicht aus. Dennoch stehe Leverkusen im Fokus. „Das Pokalspiel ist abgehakt“, erklärte der Coach, und betonte, dass beide Mannschaften über eine hohe Qualität verfügen. „Wir wissen, dass Leverkusen die Punkte braucht – und wir müssen dabei zusehen, die Waage auf unsere Seite zu ziehen.“

Der vfb-effekt: angriffsprobleme
Kovac nahm auch die Leistung seiner Angreifer gegen Stuttgart in die Pflicht. Der mangelnde Ballbesitz erschwerte es Guirassy und Beier, ins Spiel zu kommen. „Da war es sehr nicht einfach für die Stürmer, überhaupt ins Spiel zu kommen. Deswegen ist es dann schwierig, die Stürmer anhand ihrer Leistung zu bewerten.“ Die Verbindung vom Mittelfeld zu den Stürmern müsse verbessert werden, um eine effektivere Angriffslage zu schaffen. Ein neuer Fokus liegt nun auf dem Spiel gegen Leverkusen, bei dem der BVB zeigen muss, dass die stabile Tabellenposition keine Gefahr für den Konzentrationsverlust darstellt.
Die Herausforderung ist klar: Der BVB muss sich anpassen, ohne die Konstanz zu verlieren. Und das, ohne seinen Schlüsselspieler im Mittelfeld. Eine schwere Aufgabe, aber eben eine, die die Stärke des Teams zeigen könnte.
