Bvb fegt süle & özcan raus: 90-millionen-desaster endet mit hartem schnitt

Der BVB zieht die Notbremse. Nach Julian Brandt müssen nun auch Niklas Süle und Salih Özcan den Klub verlassen – zwei Ausnahme-Karrieren, die nie so richtig begannen. 90 Millionen Euro Gehalt plus Transferkosten, dafür nur 93 Bundesliga-Einsätze in vier Jahren. Ein Schlussstrich, der längst überfällig war.

Süles 14-millionen-gehalt wurde zur tickende zeitbombe

14 Millionen Euro pro Jahr – so viel kostete der Innenverteidiger den Verein. Die Gegenleistung: 60 Pflichtspiele, 14 Auszeiten wegen Muskel- und Sehnenproblemen, dazu eine Zweikampfquote, die sich seit 2023 stetig verschlechtert. Sportdirektor Sebastian Kehl hatte intern schon im Winter signalisiert, dass sich die Gehaltsstruktur verschieben muss. Wer so viel verdient, muss Dauerbrenner sein. Süle war das Gegenteil.

Die Szene, die vielen in Erinnerung bleibt: Oktober 2023, Auswärtsspiel in Berlin. Süle bleibt nach einer Standardsituation hängen, Moukoko sprintet allein Richtung Tor. Edin Terzić schleudert die Wasserflasche auf den Rasen – ein Bild für den Frust über einen Rekordtransfer, der nie in Fahrt kam.

Özcans sturmlauf endet auf der tribüne

Özcans sturmlauf endet auf der tribüne

Salih Özcan war schon vor zwölf Monaten abgeschrieben. Kein Klub wollte die fünf Millionen Gehalt übernehmen, also blieb er hängen. Niko Kovac strich ihn aus dem Champions-League-Kader, seitdem saß der Ex-Kölner meist in Reihe sieben. 45 Minuten in dieser Saison – das wars. Seine Statistik: null Tore, null Assists, dafür 19 Bankplätze in Serie. Ein Mittelfeldspieler, der den Ball laufen lassen sollte, aber selbst nicht mehr lief.

Intern heißt es, Özcan habe sich nie mit der Rolle als Reservist abgefunden. Training mit 70 %, laut Stimmungsberichten aus der Kabine. Ein Teufelskreis: Je weniger er spielte, desto mehr frustete er sich, desto weniger er spielte.

27-Millionen-loch nach europa-aus – der nächste hammer kommt

27-Millionen-loch nach europa-aus – der nächste hammer kommt

Das Aus gegen Bergami kostete den BVB 27 Millionen Euro an Prämien- und TV-Einnahmen. Addiert man die verbrannten Süle- und Özcan-Millionen, ergibt sich eine Lücke von gut 120 Millionen, die der Klub in den kommenden Transferperioden kompensieren muss. Kehl und Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke haben deshalb intern den Rotstift angelegt: Neue Spieler nur gegen Abgänge, Gehaltsobergrenze bei acht Millionen für Neuzugänge, Bonuszahlungen an Leistung gekoppelt.

Die Kettenreaktion läuft bereits: Karim Adeyemi und Serhou Guirassy stehen auf dem Prüfstand. Beide könnten gehen, wenn ein Angebot von über 40 Millionen kommt. Der Gürtel wird enger – und das ist gut so. Nach Jahren des teuren Probierens will der BVB wieder auf verlässliche Leistungsträger setzen. Die Radikal-Kur tut weh, aber sie ist die einzige Spritze, die dieses Team wieder wach kriegt.