Buchmann sagt tour ab: grippe stoppt den traum von gelb

Emanuel Buchmann fehlt beim Start in Barcelona. Der 33-jährige Schwabe kämpft mit den Folgen einer Grippe, die ihm bereits die Deutsche Meisterschaft kostete. Statt der Grande Boucle peilt er nun die Vuelta an – ein Schicksal, das viele Fans enttäuschen dürfte.

Die rechnung ohne den virus gemacht

Die Zeichen standen eigentlich gut. Buchmann gehörte zum erweiterten vorläufigen Aufgebot von Cofidis. Doch der Körper spielte nicht mit. Die Tour Auvergne-Rhône-Alpes wurde zur Zerreißprobe. „Ich will nicht nur bei der Tour starten, um dabei zu sein“, sagt er selbst. Harte Worte für harte Zeiten.

Was niemand vergessen sollte: 2019 verpasste er das Podium bei Bora-hansgrohe nur knapp. Seitdem eine Odyssee aus Verletzungen und Formtiefs. Der Wechsel zu Cofidis 2025 brachte nicht den erhofften Neuanfang – Platz 30 bei seiner achten Teilnahme, dann eine Serie von Rückschlägen.

Die saison, die einfach nicht laufen will

Die saison, die einfach nicht laufen will

„Jedes Mal, wenn ich wieder gut in Form komme, kommt etwas dazwischen.“ Buchmanns Bilanz 2026 liest sich wie ein Katalog sportlicher Frustration. Die Tour of Magnificent Qinghai Ende Juli soll nun der Neustart werden. Die Vuelta im August der echte Höhepunkt.

Bei Cofidis läuft der Vertrag noch bis Ende 2027. Zeit, um die Kurve zu kriegen. Doch im Radsport ticken die Uhren schneller. Mit 33 Jahren zählt Buchmann nicht mehr zu den Jungen. Die Frage, ob er jemals wieder an seine Glanzzeit von 2019 anknüpfen kann, bleibt offen – und wird mit jedem Ausfall dringlicher.