Bronze-jubel in val di fiemme: gimmler und rydzek erkämpfen sich team-sprint-medaille
Packendes finale sichert deutschland bronze im teamsprint
Laura Gimmler und Coletta Rydzek haben bei den Nordischen Skiweltmeisterschaften in Val di Fiemme eine beeindruckende Bronzemedaille im Teamsprint der Damen gewonnen. In einem spannenden Zielsprint setzte sich das deutsche Duo knapp vor Norwegen durch. Der Sieg ging an die favorisierten Schwedinnen Jonna Sundling und Maja Dahlqvist.

Ergreifender moment im ziel
Nach sechs Runden im freien Stil, jeweils über 1,5 km, jubelten Gimmler und Rydzek ausgelassen im Zielbereich. Coletta Rydzek wurde von ihrem Bruder Johannes Rydzek, der am Donnerstag ebenfalls im Teamsprint antritt, in die Arme geschlossen. Die Freude war riesig, denn die deutsche Langlauf-Auswahl hatte die erste Medaille in Norditalien errungen – vier Jahre nach dem Sensations-Gold von Katharina Hennig Dotzler und Victoria Carl in Peking.

Schweizerinnen holen silber
Die Silbermedaille ging an das Schweizer Team bestehend aus Nadja Kälin und Nadine Fähndrich. Mit einem Abstand von 1,4 Sekunden lagen sie hinter den schwedischen Siegerinnen. Das deutsche Team erreichte das Ziel mit einem Rückstand von 5,87 Sekunden auf die Goldmedaillengewinnerinnen, jedoch knapp vor dem norwegischen Team.
Rydzeks starker schlussspurt entscheidet
Die entscheidende Wende gelang Coletta Rydzek in der Schlussrunde. Mit einem grandiosen Spurt überholte sie die Norwegerin Julie Bjervig Drivenes und sicherte so die Bronzemedaille. “Ich habe kurz heute gar nicht dran geglaubt, es war alles andere als perfekt. Es muss nicht perfekt sein, es muss nur passen,” sagte Rydzek im ZDF.
Gemeinsamer traum und tiefe verbundenheit
Laura Gimmler betonte die besondere Verbundenheit zum Team: “Ich habe schon zu Coletta gesagt: Das ist jetzt wie ein Ehering, das verbindet uns für immer.” Die beiden Athletinnen versprachen, den Erfolg in vollen Zügen zu genießen. Gimmler fügte hinzu: “Das erlebt man nicht so oft im Leben.”
Schlaflose nacht und unbändige kraft
Die Strapazen der letzten Tage machten sich bemerkbar. “Wir haben diese Nacht beide nicht geschlafen, Coletta hat sich ein paar Mal übergeben. Aber das ist jetzt alles egal,” erklärte Gimmler. Der vierte Platz in der Staffel hatte sie noch sehr enttäuscht. Doch dank des Vertrauens in Coletta Rydzek konnte sie im Sprint wieder überzeugen.
Freudige tränen und familiärer rückhalt
Im Ziel lagen sich Rydzek und ihr Bruder Johannes schluchzend in den Armen. Johannes Rydzek, der selbst noch auf eine Medaille hofft, sagte: “Solche Geschichten schreibt nur Olympia. Da sind schon einige Tränen geflossen.”
Ergebnisse im überblick
| Platz | Nation | Zeit |
|---|---|---|
| 1 | Schweden | 20:29.99 |
| 2 | Schweiz | 20:31.39 |
| 3 | Deutschland | 20:35.86 |
| 4 | Norwegen | 20:36.00 |
Laura Gimmler übergab nach ihrer letzten Runde auf dem vierten Platz, doch Coletta Rydzek zeigte mit ihrer starken Leistung, dass die Bronzemedaille erreichbar ist. Trotz des Ausfalls von Victoria Carl aufgrund eines positiven Dopingtests konnte das deutsche Team überzeugen.
