Brasil gegen haiti: schiedsrichter hernández steht vor zwickmühle
São Paulo fiebert, Haiti hofft – und im Zentrum des WM-Duells am Samstag steht Alejandro Hernández Hernández, der den Pfiff für Brasilien gegen Haiti übernimmt. Der kanarische Schiedsrichter muss in einem Spiel, in dem der Titelverteidiger dringend einen Sieg benötigt, eine neutrale Leistung abliefern.

Ein erfahrener mann in der verantwortung
Hernández Hernández wird von den spanischen Assistenten José Enrique Naranjo und Diego Sánchez an den Linien unterstützt. Sandro Schaerer und Stéphane De Almeida aus der Schweiz stehen ihm als vierter bzw. fünfter Schiedsrichter zur Seite. Die große Frage bleibt: Werden die Video-Assistenten (VAR) in das Geschehen eingreifen? Das wird die Partie zusätzlich spannend gestalten.
Es ist nicht das erste Mal, dass Hernández Hernández in ein Spiel mit haitianischer Beteiligung involviert war. Bei dem jüngsten Sieg Schottlands gegen Haiti (0:1) im Estadio de Boston fungierte er als vierter Offizieller unter der Leitung des Algeriers Mustapha Ghorbal. Die Leistung des Teams um Ghorbal wurde damals von Experten kritisch gesehen, was nun zusätzlichen Druck auf Hernández Hernández legt.
Die Erwartungen sind hoch. Brasilien, nach dem Unentschieden gegen Marokko unter Zugzwang stehend, benötigt einen Sieg, um seine Chancen im Turnier zu wahren. Haiti hingegen möchte überraschen und zeigen, dass es zu den besten Mannschaften des Kontinents gehört. Hernández Hernández muss sicherstellen, dass die Partie fair und ohne unnötige Unterbrechungen abläuft. Ein falscher Pfiff könnte das Spiel entscheidend beeinflussen. Die Augen der Fußballwelt sind auf ihn gerichtet.
Die Tatsache, dass Hernández bereits in einem anderen Spiel mit Haiti involviert war, wirft Fragen auf. War die Leistung des Teams um Ghorbal wirklich objektiv? Oder gab es bereits damals subtile Einflüsse, die das Spielgeschehen beeinflussten? Nur die Zeit wird es zeigen, ob Hernández Hernández aus den Erfahrungen gelernt hat und eine tadellose Leistung abliefert. Der Druck ist enorm, aber die Chance, Geschichte zu schreiben, ist ebenso groß.
