Brandt vor dem bvb-aus: nach sieben jahren droht der bruch
Julian Brandt und Borussia Dortmund – einst gedacht als Symbiose, heute ein offenes Rätsel. Nach BILD-Informationen ziehen die Verantwortlichen des BVB ernsthaft eine Trennung in diesem Sommer in Betracht. Der 29-Jährige, seit 2019 im Klub und mittlerweile dienstältester Profi, soll offenbar nicht mehr verlängern. Der Plan, aus ihm das neue Gesicht des Klubs zu machen, ist geplatzt.
Die achterbahnfahrt mit navi-verlust
10 Tore, 2 Vorlagen – das ist Brandts Saisonbilanz. Keine schlechte Zahl, aber sie trügt. Zu oft verschwindet der Mittelfeldspieler in entscheidenden Momenten. Gegen Atalanta in den Champions-League-Playoffs war er nach 60 Minaten erledigt. Im Topspiel gegen Bayern wurde er nach 75 Minuten ausgewechselt. Die großen Spiele? Fehlanzeige. Die großen Namen? Fehlanzeige.
Trainer Niko Kovač stufte ihn im Februar noch in eine Liga mit Musiala und Wirtz ein. Drei Monate später weiß auch er: Brandt liefert zu selten ab. Die Chefetage hat das verinnerlicht. Und deshalb steht nun ein Abschied im Raum, der vor Monaten noch undenkbar schien.

8 Millionen gehalt, null konstanz
Mit 8 Millionen Euro Jahresgehalt ist Brandt einer der Topverdiener im Kader. Doch die Leistung folgt nicht. Seit Jahren schwankt er zwischen Weltklasse und Wankelmut. Das ist kein Geheimnis im Klub. Intern spricht man offen über die fehlende Konstanz. Die Rückennummer 10, einst Symbol für Verantwortung, wurde zur Last.
Die Konsequenz: Brandt gab sein Amt als Vizekapitän an Nico Schlotterbeck ab. Weniger Druck, mehr Fokus – so die Rechnung. Doch selbst das half nicht. Die Trennung rückt näher.

Aston villa lauert, der bvb schweigt
Im Hintergrund schmiedet Aston Villa bereits Pläne. Der Premier-League-Klub soll seit Monaten an Brandt interessiert sein. Ein Wechsel ins Ausland wäre für den 48-maligen Nationalspieler nicht nur eine neue Herausforderung, sondern wohl auch die einzige Chance, seine Karriere neu zu starten.
Für den BVB wäre es das Ende eines Kapitels, das mit großen Erwartungen begann. Doch statt Aushängesymbol wurde Brandt zum Sinnbild für ein Team, das sich selbst nicht findet. Nach sieben Jahren ist Schluss. Oder doch nicht? Die Entscheidung fällt bald. Und sie wird laut.
