Br volleys zerlegt: europacup-träume platzen mit 0:3 gegen piacenza
Die Max-Schmeling-Halle schwieg, als der letzte Ball aufs Parkett krachte. 3.608 Zuschler hatten sich Hoffnung gemacht, doch am Ende stand eine 0:3-Klatsche gegen Gas Sales Bluenergy Piacenza – und mit ihr das vorzeitige Aus im CEV-Cup.
José miguel gutiérrez-suárez schickt berlin mit sieben assen in die knie
Der kubanische Aufschlaghammer traf dreimal in Serie bei 15:15 im ersten Satz – danach war die Partie gelaufen. 17:25, 14:25, 18:25 lauteten die Zahlen, die Trainer Alexandre Leal in seine Statistik brennen wird. Florian Krage-Brewitz stemmte sich mit fünf Blockpunkten dagegen, aber hinten rissen die Annahmen weg, vorne fehlten Ideen gegen die italienische Libero-Wand.
Zwei Wochen nach dem Champions-League-Desaster gegen Perugia schmilzt die europäische Saison der Hauptstädter damit auf ein einziges Match: nächsten Mittwoch in der Emilia-Romagna. Dort müssen die BR Volleys mindestens 3:1 gewinnen, um den „Golden Set“-Tiebreak zu erzwingen – eine Mission, die nach diesem Auftritt nach Himmelfahrt klingt.

Der nächste reality-check kommt schon am samstag
Schon am Samstag geht’s zum TSV Haching, wo Liga-Spitzenreiter München aufwartet. Die Berliner haben seit fünf Pflichtspielen nur einmal gewonnen, die Zweifel nagen. Leal wechselte gegen Piacenza siebenmal, doch kein Tausch brachte Schwung. Die Statistik ist gnadenlos: 34 Prozent Annahmequote, nur zwei Assen, 18 Eigenfehler – das reicht nicht einmal für die Bundesliga.
2016 triumphierten die Volleys im CEV-Cup, heute reden sie vom „Learning-by-doing“. Der Unterschied: Vor acht Jahren hatten sie einen kompletten Kader, heile Welt und ein Publikum, das den Gegner erstickte. Jetzt stehen sie mit fragilen Annahmen und einem Außenangriff da, der nicht mal die italienische Blockwand rüttelt.
Die Saison ist noch lange nicht vorbei, aber die Luft für ein zweites Wunder ist raus. Ohne eine Revolte in Piacenza bleibt nur die tröstliche Gewissheit: Die Europacup-Träume der BR Volleys enden nicht mit einem Knall, sondern mit einem Flüstern in der leeren Max-Schmeling-Halle.
