Br volleys zerdrücken netzhoppers im derby – hanes schlägt mit 25 punkten zu
Die BR Volleys haben ihre kleine Krise in Europapokal und Bundesliga mit einem Schlag versiegelt: 3:1 gegen die Netzhoppers, 25 Punkte Jake Hanes, ein Block, der bis in die Hallendecke knallte – und plötzlich ist Berlin wieder obenauf.
Der satz, der die netzhoppers wachrüttelte
Alles lief nach Plan, bis zum 12:7 im zweiten Durchgang. Dann schlug Lovis Homberger dreimal in Serie auf, die Gäste drehten auf 20:19, und die 3.300 in der Max-Schmeling-Halle hielten kurz den Atem an. Die Netzhoppers nahmen den Satz mit 25:23, und auf einmal war die eigene Mutprobe perfekt: Berlin musste sich beweisen, nicht nur als Favorit, sondern als Mannschaft mit Nerven.
Trainer Alexandre Leal wechselte früh den Diagonalangreifer, stellte die Mitte um, und die Volleys fanden zurück ins Match. Der dritte Satz kippte bei 17:17, als Hanes zwei Aufschlagserie in Folge versenkte – ein Ass, ein Aufsetzer, 19:17. Die Halle explodierte, die Netzhoppers wankten, und der vierte Satz wurde zur Demonstration: 25:16, alles klar, keine Frage.

Playoffs sicher – aber die reihenfolge zählt
Für Königs Wusterhausen ist das Ticket gesetzt, der fünfte Platz ist ihnen nicht mehr zu nehmen. Doch die Reihenfolge im Tableau entscheidet über Heimrecht und Psychologie. Die Volleys liegen jetzt einen Punkt hinter Friedrichshafen, haben aber noch das Nachholspiel in Stuttgart. Gewinnen sie dort, übernehmen sie vor der Playoff-Auslosung die Tabellenspitze – und das wäre mehr als nur ein statistisches Detail.
Die Berliner haben ihre Hausaufgaben gemacht: 59 % Angriffsquote, 6 Asse, nur 14 Eigenfehler. Hanes trug zwar die meisten Punkte zusammen, aber es war der Block der Mittelblocker Krage-Brewitz und Krick, der die Netzhoppers immer wieder in die Zweifel schickte. 13 Stuff-Blocks sprechen eine deutliche Sprache: Wer nach Berlin kommt, muss höher springen oder schneller denken.
Am kommenden Wochenende geht es nach Giesen – ein Ort, in dem die Volleys in dieser Saison noch nicht verloren haben. Dort könnte die nächste Weichenstellung folgen. Denn wenn sie gewinnen und Friedrichshafen gleichzeitig in Bühl stolpert, übernehmen sie die Spitze vor den Playoffs. Die Netzhoppers? Die reisen nach Herrsching, müssen aber vor allem mit sich selbst hadern: Zu viele Aufschlagfehler, zu wenig Druck in den entscheidenden Momenten. Das Derby ist vorbei, die Lektion steht: Berlin ist wieder die Messlatte, und die liegt höher als gedacht.
