Boyds einspruch zurückgezogen – sperre bleibt, waldhof muss auf lohkemper setzen
Terrence Boyd bleibt zwei Spiele lang draußen. Der Angreifer von SV Waldhof Mannheim hat seinen Einspruch gegen die Sperre wegen seines brutalen Fouls an Rot-Weiss Essen zurückgezogen – das Urteil ist damit rechtskräftig.
Boyds treten ins gesicht kostet zwei partien
Die Szene war klar: In der 63. Minute der Partie am 4. März trat Boyd seinem Gegenspieler ins Gesicht, Schiedsrichter Lennart Kernchen schickte ihn mit Rot vom Platz. Der DFB-Kontrollausschuss stufte das Foul als „rohes Spiel“ ein, das Sportgericht bestätigte die zweispielige Sperre. Nachdem der 35-Jährige seinen Einspruch am DFB-Campus in Frankfurt wieder eingezogen hatte, ist das Thema durch.
Für Waldhof-Trainer Luc Holtz bedeutet das: Umstellung. Gegen Tabellenführer VfL Osnabrück muss er am Samstag (14 Uhr, live bei kicker) erneut auf Boyd verzichten. Dafür dürfte Felix Lohkemper wieder von Beginn an ran – und der hat Hunger. Gegen den TSV Havelse traf der 31-Jährige dreimal, wurde zum Spieler des Spieltags gewählt und steht nun bei 13 Saisontoren.

Verletzungspech trifft die kurpfälzer
Die Personalnot wird nicht kleiner. Neben Boyd fallen auch Adama Diakhaby (Achillessehnen) und Arianit Ferati (Knie) aus, Jascha Brandt fehlt weiterhin mit Kreuzbandriss, Sascha Voelcke laboriert an einer Schambeinverletzung. Holtz muss improvisieren – und zwar mit einem Sturm, der in Lohkemper eine echte Tor-Garantie besitzt.
Erst am 21. März, wenn der FC Erzgebirge Aue in den Carl-Benz-Stadion kommt, darf Boyd wieder mitwirken. Bis dahin muss Waldhof ohne seinen Neuntorschützen auskommen – und hoffen, dass Lohkemper seine Form nicht verliert.
