Bosnien-herzegowina: sieg gegen katar, wm-hoffnungen am leben!
Seattle – Ein furioser Sieg, der aber auch Fragen aufwirft: Bosnien-Herzegowina bezwang Katar mit 3:1, verpasste es aber, die K.o.-Runde bereits vorzeitig zu sichern. Ein Resultat, das die WM-Träume der Bosnier am Leben hält, aber auch zeigt, dass noch Luft nach oben ist.

Alajbegovics traumtor und eigentor geben den ton an
Die Anfangsphase deutete auf einen mühelosen Bosnischen Sieg hin. Kerim Alajbegovic, gerade mal 18 Jahre alt, präsentierte sich mit einem fulminanten Treffer aus der Distanz, der Abunada im Kater-Tor keine Chance ließ. Nur wenige Minuten später erhöhte Esmir Bajraktarevic die Führung nach einem unglücklichen Eigentor von Sultan Al-Brake. Ein Kater-Debakel schien unmittelbar bevorstehend.
Doch Katar wehrte sich. Hassan Al-Haydos gelang kurz vor der Pause der Anschlusstreffer, der die Bosnier kurzzeitig aus dem Konzept brachte. Die zweite Halbzeit verlief zäh, geprägt von Fehlpässen und wenig Torchancen. Doch dann sorgte Joker Ermin Mahmic für die endgültige Entscheidung – ein verdienter Sieg, der aber durch die verpasste Chance auf die vorzeitige Qualifikation einen leicht bitteren Nachgeschmack hinterließ.
Die Fakten: Bosnien-Herzegowina demonstrierte Offensivgeist und taktische Flexibilität. Die Abwehr wirkte jedoch nicht immer sattelfest, was Katar zumindest theoretische Chancen auf den Ausgleich ermöglichte. Das Team von Sergej Barbarez muss nun im letzten Gruppenspiel gegen Kanada eine optimale Leistung abrufen, um den Einzug ins Sechzehntelfinale tatsächlich zu sichern.
Die Leistung von Alajbegovic, dem jungen Kölner, ist besonders hervorzuheben. Seine Technik und sein Torriecher könnten entscheidend für den weiteren Verlauf des Turniers sein. Doch auch die erfahrenen Kräfte wie Edin Dzeko müssen ihre Form finden, um die jungen Wilden zu unterstützen.
Während Bosnien optimistisch in die Zukunft blickt, ist für Katar das Turnier bereits beendet. Die Leistung der Mannschaft war zwar nicht ohne, doch gegen die europäischen Top-Teams fehlte schlichtweg die nötige Qualität. Eine bittere Pille für die Gastgeber, die sich auf die nächste WM vorzubereiten haben.
Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Bosnien dominierte das Spielgeschehen und hatte mehr Ballbesitz. Katar konnte zwar gelegentlich gefährlich werden, blieb aber insgesamt blass. Ein Sieg, der zwar Freude bereitet, aber auch zeigt, dass die Bosnier noch an ihrer Konstanz arbeiten müssen.
