Boselli: „godín war mein idol, jetzt will ich ihm nahekommen“
Getafe – Sebastián Boselli, der junge Verteidiger von Getafe, hat auf einer Pressekonferenz Einblicke in seine ersten Wochen im Team und seine ehrgeizigen Ziele gewährt. Der 22-Jährige gestand, dass er noch einen weiten Weg vor sich hat, um an die Leistung seiner Vorbilder heranzureichen, zeigte aber gleichzeitig eine beeindruckende Flexibilität und Teamorientierung.
Die schatten großer vorbilder
Boselli, der aus Uruguay kommt, offenbarte, dass er in seiner Jugend stets von Diego Godín, einem der prägenden Figuren der uruguayischen Fußballnationalmannschaft, inspiriert wurde. „Godín war immer mein Idol“, so Boselli. „Ich habe ihn als Kind oft verfolgt und bewundert. Er war immer der Fels in der Brandung unserer Abwehr.“ Doch er betonte auch, dass er sich bewusst sei, wie groß die Herausforderung ist, an Godíns Leistungen heranzureichen. „Ich bin noch sehr jung und habe noch viel zu lernen. Wenn ich eines Tages nur die Hälfte von dem erreichen sollte, was er geleistet hat, wäre ich stolz.“ Auch José María „Josema“ Giménez, ein weiterer uruguayischer Verteidiger, zählte zu seinen Vorbildern.

Flexibilität als trumpf
Über seine bevorzugte Position auf dem Platz zeigte sich Boselli überraschend unkompliziert. „Ich will da spielen, wo man mich braucht“, erklärte er. „Mir ist es egal, ob als Innenverteidiger, Außenverteidiger oder sogar im Tor – ich bin bereit, jede Rolle zu übernehmen.“ Diese Aussage unterstreicht seine Teamorientierung und seinen Willen, sich dem Verein anzupassen. Er erinnerte daran, dass er bereits in Argentinien und Uruguay als Außenverteidiger gespielt habe und sich problemlos an neue Positionen anpassen könne.

Der blick nach vorne: levante und die herausforderung
Das bevorstehende Spiel gegen Levante, das sich in einer schwierigen Lage befindet, wird für Getafe zu einer echten Herausforderung. „Unser Ziel ist es, von Spiel zu Spiel zu gehen und so viele Punkte wie möglich zu holen“, betonte Boselli. „Wir konzentrieren uns auf uns selbst und lassen uns nicht von anderen Ergebnissen ablenken.“ Das Team sei gut aufgestellt und erwarte eine energiegeladene Unterstützung von den Fans. „Die Fans sind fantastisch, ihre Energie ist spürbar. Wir hoffen auf ihre anhaltende Unterstützung – wir wollen so weit nach oben kommen, wie es möglich ist.“
Mehr als nur fußball: die bindung zum team
Die Integration in das Team von Getafe sei ihm leicht gefallen, nicht zuletzt dank der Unterstützung von Spielern wie Mauro Arambarri, Luis Suárez und Martín Cáceres. „Seit Anbeginn hat er mich unterstützt“, lobte Boselli Arambarri. „Mit Luis und Martín, die beide aus Südamerika kommen, habe ich mich sofort wohlgefühlt. Die Mannschaft ist wirklich geschlossen, und ich bin dankbar für die Hilfe, die ich von allen Seiten erhalten habe.“
Taktische unterschiede: argentinien gegen spanien
Boselli sprach auch über die Unterschiede zwischen dem Fußball in Argentinien und Spanien. „Hier ist das Spiel taktisch anspruchsvoller und schneller. Die Pässe sind präziser, die Spieler technisch versierter, und die Räume enger. Jedes kleinste Ungleichgewicht wird sofort bestraft.“ Er betonte, dass er sich intensiv an die höheren physischen Anforderungen anpassen müsse. „Die Qualität der Spieler hier ist außergewöhnlich, man muss jederzeit auf höchstem Niveau abliefern.“
Ob Boselli seinen Vertrag in Getafe verlängern wird, liegt nicht in seiner Hand. „Ich würde es mir wünschen, aber das ist jetzt nicht entscheidend. Wichtig ist, dass wir von Spiel zu Spiel schauen und unser Bestes geben.“
