Book punktet: bvb-neuling überrascht mit klarheit und ruhe
Borussia Dortmund hat einen neuen Sportdirektor, und Ole Book scheint bereits jetzt seine Spuren zu hinterlassen. Nur wenige Wochen nach seinem Amtsantritt sorgte der 40-Jährige bei seinem Heimdebüt für Aufsehen – nicht durch Posen, sondern durch eine ungewöhnliche Direktheit und einen klaren Blick auf die anstehenden Aufgaben.
Der auftritt in stuttgart: mehr als nur ein sieg
Der 2:0-Erfolg in Stuttgart war zweifellos ein Grund zur Freude, doch es war der Auftritt von Ole Book, der die Schlagzeilen dominierte. Nach einer längeren Phase der Unsicherheit im Dortmunder Management scheint ein neuer Wind zu wehen. Book, der eigentlich erst nach einer gewissen Eingewöhnungszeit vor die Medien treten sollte, nutzte die Gelegenheit, um sich dem Sport1-Mikrofon und der Mixed Zone der MHP-Arena zu stellen – und das mit einer Ruhe und Sachlichkeit, die beeindruckten.
Seine Antworten waren präzise, frei von unnötigem Blabla und stets unterlegt von einem aufrichtigen Lächeln. So beschrieb er seine Eindrücke vom Spielgeschehen, ohne dabei die Leistungen der Mannschaft zu beschönigen: „Es war natürlich toll. Ich habe mich sehr auf dieses Spiel gefreut. Ich konnte die Kulisse auch echt aufsaugen“, so Book. „Dann hat es sich in der ersten Halbzeit nicht ganz so gut angefühlt, weil wir schon relativ viel dem Ball hinterhergelaufen sind.“ Diese ehrliche Einschätzung verdeutlicht, dass Book Wert auf eine transparente Kommunikation legt und sich nicht vor konstruktiver Kritik scheut.

Mehr miteinander statt machtkämpfe: books versprechen
Die Verpflichtung von Book geht über die bloße Kaderplanung hinaus. Der BVB erhofft sich von ihm eine Stabilisierung der internen Strukturen und eine Verbesserung der Zusammenarbeit zwischen den Verantwortlichen. In den vergangenen Monaten war das Klima im Dortmunder Management oft angespannt, einzelne Entscheidungen wurden kontrovers diskutiert. Sebastian Kehl, der Vorgänger von Book, wirkte oft isoliert, und die Einbindung von Sven Mislintat trug ebenfalls nicht zur Harmonie bei.
Book hingegen gilt als Teamplayer, der Wert auf einen offenen Dialog legt. Sein Ziel ist es, einen leistungsstarken Kader zu formen, der nicht nur sportlich überzeugt, sondern auch ein starkes Gemeinschaftsgefühl vermittelt. „Wir streben danach, einiges anders zu machen. Da geht es nicht nur um Kreativität, sondern auch um Schnelligkeit, um Mut und um Aggressivität auf dem Transfermarkt“, so Lars Ricken, Geschäftsführer des BVB, in einem Interview mit Sport Bild.

Schlotterbeck im fokus: book spricht klartext
Auch bei der Frage nach Nico Schlotterbeck wich Book einem direkten Urteil aus. „Ich hatte auch das Gefühl, dass sich Nico sehr dafür interessiert, dass er das ganz gut und spannend findet“, so der neue Sportdirektor. Diese Aussage deutet darauf hin, dass Book eine offene Kommunikation mit den Spielern pflegt und ihre individuellen Ambitionen ernst nimmt. Ob sich diese Perspektiven langfristig bewahrheiten, wird sich zeigen, aber die ersten Zeichen stehen gut.
Die Verantwortlichen des BVB sind von Book überzeugt. Carsten Cramer, ein weiterer Geschäftsführer, brachte es auf den Punkt: „Neben mir sitzt die Zukunft.“ Ob er tatsächlich die Erwartungen erfüllt und den BVB wieder zu nationalem und internationalem Erfolg führt, wird die kommende Saison zeigen. Fest steht jedoch, dass Ole Book mit seiner ruhigen Art und seiner klaren Vision einen erfrischenden Kontrast zum bisherigen Dortmunder Management darstellt.
