Boniface in der bringschuld? thioune stellt klare forderung

Bremen – Daniel Thioune, Coach von Werder Bremen, hat in der Pressekonferenz am Donnerstag eine deutliche Ansage an seinen Stürmer Victor Boniface gemacht. Nach seiner Rückkehr von der Knie-Operation befindet sich der Nigerianer in der Pflicht, seine Leistung zu beweisen und dem Team im Kampf um den Klassenerhalt zu helfen. Die Erwartungen sind hoch, und Thioune macht keinen Hehl daraus, dass Boniface liefern muss.

Die rückkehr und die zweifel

Die rückkehr und die zweifel

Boniface kehrte diese Woche nach Bremen zurück, nachdem er sich einer Knie-Operation unterzogen hatte. Der Coach hatte gehofft, ihn in besserer Verfassung vorzufinden, räumte aber ein, dass es auch Situationen gibt, in denen 300 Gramm oder drei Kilo keine Rolle spielen. Doch die Frage nach seiner Fitness bleibt bestehen und wirft einen Schatten auf seine mögliche Einsatzbereitschaft.

“Wir machen kein Geheimnis daraus: Wir hätten uns natürlich gewünscht, dass er körperlich in einer besseren Verfassung ist”, betonte Thioune. Er signalisierte jedoch, dass er Boniface unterstützen werde, sofern dieser den Willen zeigt, sich zu qualifizieren und für Werder zu spielen. Das bedeutet harte Arbeit und eine schnelle Anpassung an das Team.

Die Bringschuld: Ein klarer Auftrag Thioune ließ wenig Zweifel daran, dass Boniface in der Bringschuld ist. “Wenn er Spielzeit haben möchte, dann werden wir ihn dabei unterstützen”, sagte er, fügte aber hinzu, dass es an Boniface liegt, zu zeigen, was er kann. Es geht nicht nur um fußballerische Qualität, sondern auch um Einstellung und Bereitschaft, sich dem Team zu verschreiben.

Die Konkurrenz im Sturm ist groß. Justin Njinmah hat sich bewiesen, Jovan Milosevic ist auf dem Weg zurück, und auch Salim Musah hat seine Chance genutzt. Thioune betonte, dass Boniface “ins Qualifying gehen” muss, um sich gegen diese Konkurrenz durchzusetzen und seinen Platz im Team zu erkämpfen.

Doch Thioune ist sich auch bewusst, dass Boniface trotz seiner Fitnessmängel eine wertvolle Bereicherung sein kann. “Es lässt sich nicht wegdiskutieren, dass vielleicht das ein oder andere Gramm zu viel da ist. Aber wenn eine Flanke von außen reinkommt, spielen 300 Gramm oder drei Kilo keine Rolle. Dann geht es eher darum: Welche Haltung habe ich dazu? Wie gehe ich in den Ball rein? Und welche Qualität habe ich im Abschluss?”, so der Coach.

Für das Heimspiel gegen RB Leipzig am Samstag wird Boniface wohl noch keine Rolle spielen, da die benötigte Intensität für ihn noch zu hoch ist. In den kommenden Duellen gegen den 1. FC Köln und den Hamburger SV könnte er jedoch, sofern er fitter wird, eine Option sein, um den Gegner zu “bedrohen”.

Die kommenden Wochen werden zeigen, ob Boniface seine Bringschuld begleichen und Werder im Abstiegskampf helfen kann. Eines ist klar: Thioune erwartet von ihm alles, was möglich ist.