Bologna wirft milano aus dem rhythmus – jetzt ist die serie a wieder offen wie nie
Die 22. Spieltag der Serie A hat den Meisterkampf neu entfacht. Virtus Bologna schickt mit einem 78:70gegen Olimpia Milano nicht nur die Titelverteidiger in die Kabine, sondern auch die Prognosen über den Haufen.
Bolognas b-team wird zur a-show
Ohne ihre verletzten Playmaker schien Bologna chancenlos. Stattdessen erzählte Trainer Luca Banchi nach dem Schlusspfiff von einem „Nachtwache-Prinzip“: Wer wach ist, spielt. Isaïa Cordinier war hellwach – 19 Punkte, 7 Rebounds, 3 Blocks. Milano hatte keine Antwort, weil Shavon Shields mit 2/10 Feldwurf der eigene Rhythmus war. Die Niederlage bedeutet: Der Vorsprung der Olimpia schrumpft auf vier Punkte. Brescia und Venezia riechen Blut.

Das playoff-feuer ist ein sechserpack
Unten in der Tabelle kocht es. Reggio Emilia schob sich mit dem vierten Sieg in Folge auf Platz acht. Varese folgt dank eines 83:80 in Cremona punktgleich. Dahinter lauern Udine und Cremona – nur zwei Zähler Rückstand. Fünf Teams, ein Ticket. Die letzten sechs Spieltage werden zur Glückssträhne für die, die jetzt noch Lust auf K.o.-Basketball haben.
Matteo Spagnolo war der italische Leuchtturm: 24 Punkte gegen Tortona, 8 Assists, 0 Ballverlust. Der 21-Jährige spielt sich mit jedem Pick-and-Roll ein Stück näher an den NBA-Radar.
Die tabelle lügt nie – außer in diesem märz
Milano muss am Freitag nach Brindisi, wo die Luft im PalaPentassuglia brennt. Bologna empfängt Pesaro, aber die echte Prüfung folgt eine Woche später: Das Rückspiel in der Mediolanum. Gewinnt Bologna auch dort, ist die Regular Season nicht mehr Milano’s Gelände. Die 22. Runde war kein Warnschuss – sie war die Vollbremsung des Favoriten. Wer jetzt noch auf Playoff-Poker setzt, sollte seine Karten neu mischen.
