Bo derek statt bo andersen: hsv-patzer bringt hollywood ins handball-training
Der HSV Hamburg hatte sie alle: Strand, Sonne, Bo Derek – nur leider in der falschen Pressemitteilung. Statt des dänischen Europameisters Frederik „Bo“ Andersen tauchte plötzlich die 69-jährige US-Schauspielerin auf, und schon kochte das Netz. Der neue Pressesprecher nahm den Lapsus mit Humor, das Team nahm die nächste Herausforderung – und die Sportwelt lachte mit.

Skisprung-olympiasieger misst sich mit handballern im sprungduell
Während die Social-Media-Abteilung noch den Kopf schüttelte, lief im Volksparkstadion bereits das nächste Spektakel. Philipp Raimund, Gold von Peking, hatte sich spontan zum HSV-Training gesagt. Länderspielpause, Zeit für neue Eindrücke. „Beim Skispringen fliegt man solo, hier fliegt die ganze Mannschaft“, sagte er und blickte auf 20 schwitzende Handball-Riesen.
Trainer Torsten Jansen ließ den Gast nicht nur zuschauen. Counter-Movement-Jump, goldene Disziplin des Fliegers. Ergebnis: 65,71 Zentimeter – neue Bestmarke im HSV-Kraftraum. Athletikcoach Philipp Winterhoff zuckte mit den Schultern: „Springen ist sein Job, wir brauchen Explosivität plus 60 Minuten Dauerlauf.“
Andersen selbst blieb nordisch cool: „Er kann’s eben. Wir haben andere Hausaufgaben.“ Denn am Sonntag empfängt der HSV den Bergischen HC, und die Punktejagd läuft auf vollen Touren. Dafür schuftet auch Nicolaj Jörgensen, der am Donnerstag gegen Norwegen seine dänische Nationalmannschafts-Premiere feiert – im direkten Duell mit HSV-Keeper Robin Haug.
Ein Versehen, ein Besuch, ein Sprung – und schon steht der Klub wieder im Rampenlicht. Wer weiß, vielleicht taucht beim nächsten Bericht statt „Bo“ plötzlich „Brigitte Nielsen“ auf. Der HSV hat jedenfalls schon bewiesen: Auch ein Flüchtigkeitsfehler kann weit springen.
