Blues feiern last-minute-sensation: suter schockt oilers mit dreierpack
Null zu zwei, 53 Minuten gespielt – da glaubte selbst der treueste Blues-Fan nicht mehr an das Happy End. Doch Pius Suter riss die Scheibe aus dem Gewühl, zog aus drei Metern ab und traf. Tor Nummer zehn dieser Saison, Tor Nummer eins zum 1:2 – und die Saison plötzlich wieder mit Atem.

Suter zündet den turbo, thomas schlägt den nagel ein
Die Enterprise Center erbebte. 90 Sekunden nach Suters Anschlusstor jagte Cam Fowler den Puck in die obere Ecke, St. Louis glich aus, und die Oilers wirkten wie gelähmt. In der Overtime jagte dann Robert Thomas die Scheibe durch die Schlittschuhe von Stuart Skinner – 3:2, Sieg Blues, Arena am Mississippi tobte.
Für die Blues war es der sechste Erfolg aus den letzten sieben Spielen, eine kleine Serie, die sie aber nur auf Rang 13 der Western Conference hievt. Die Playoff-Lücke schrumpft auf vier Punkte, doch die restlichen sechs Spiele werden ein Endspiel-Marathon. „Wir leben von solchen Nächten“, sagte Coach Jim Montgomery, „aber wir können uns keinen weiteren Ausrutscher leisten.“
Die Oilers dagegen verpassten die Chance, sich in der Spitzengruppe festzusetzen. Leon Draisaitl und Connor McDavid trafen zwar früh, doch danach verflüchtigte sich der Schneid. „Wir haben aufgehört zu spielen“, brummte Coach Kris Knoblauch, „das ist nicht unser Eishockey.“
Die Liga verfolgte die Parti gleichzeitig mit bangem Blick nach Toronto. Dort fiel Superstar Auston Matthews mit einem Innenbandriss im Knie für den Rest der Saison aus. Die Maple Leafs verlieren ihren 60-Tore-Mann, die Playoff-Bilanz der gesamten Eastern Conference bekommt einen neuen Dreh – und die Blues wissen: Jeder Punkt zählt doppelt.
Mit 76 Zählern und 82 Toren ist St. Louis das schärfste Offensivteam unter den Nicht-Playoff-Rängen. Das macht Hoffnung, aber auch Sorge: Die Defenz hat 78 Gegentore kassiert, mehr als jedes andere Team in der West. Die nächsten Gegende: Vegas, Dallas, Colorado – drei Kaliber, die keine Gnade kennen. Die Saison ist nicht gerettet, aber sie lebt. Und das reicht für eine Stadt, die schon 2019 bewies, dass sie aus dem Nichts Meister werden kann.
