Stankovic junior ballt sich in brügge zum inter-comeback
Ein Name, zwei Generationen, ein Verein. Aleksandar Stankovic, 20, spielt in Brügge die Bundesliga alt aus und schickt SMS an Mailand: Ich komme zurück – und bringe den Platz mit.

Vater dejan war weltmeister-starter, sohn alek trägt jetzt die kämpfer-nase
Belgien ist nur Durchgangsland. Dreimal hat der Serbe die Jupiler League diese Saison allein entschieden, einmal mit einem Fallrückzieher, den die Fans auf YouTube „Stankovic 2.0“ taufen. Inter leiht ihn aus, Inter holt ihn heim – und zwar nicht als Edelreservist, sondern als Doppelgesicht im Mittelfeld.
Simone Inzaghi will ihn links wie rechts neben Brozovic setzen. Stankovic kann Calhanoglus Freistöße und Barella’s Gegenpressing in einer Haut tragen. Das haben die Analysten ausgerechnet, das hat der Spieler schon in der U-21 von Roter Stern bewiesen. Drei Tore, vier Vorlagen, 78 % gewonnene Zweikämpfe – die Excel-Tabelle lügt nicht.
Die Klausel: 12 Millionen Euro, fällig im Juli. Inter zahlt, weil der Markt sonst zuschlägt. Leipzig und Ajax haben bereits Fühler ausgestreckt, doch Stankovic will nur schwarz-blau. Er trägt noch die WhatsApp-Gruppe “Inter Future”, seit er 17 war.
Im Januar sagte er im Mixed-Zone-Interview: „Mein Vater hat mich gelehrt, dass ein Stankovic nie sprintet, er fliegt.“ Fliegen heißt in diesem Fall: Champions-League-Minuten sammeln, Muskeln aufbauen, dann zurück in die Scala des Fußballs.
Mailand wartet bereits mit einem leeren Schließfach im Appiano Gentile. Nummer 20, sein Geburtsjahr, soll es werden. Weil 20 auch die Trikotnummer seines Vaters war, als Jugoslawien 1998 gegen Deutschland das Achtelfinale drehte.
Die Uhr tickt. Noch 90 Tage bis zur Rückkehr. Stankovic schießt in Brügge weiter Tore, Inter zählt die Tage. Wenn der Sohn kommt, muss der Vater den Rekord nicht mehr erklären – er bekommt Nachschub.
