Blomqvist schockt hoffenheim nach sekunden – frankfurt klettert auf champions-league-rang
Rebecka Blomqvist brauchte 43 Sekunden, um die TSG Hoffenheim zu erledigen. Mit einem Doppelpack schoss die Schwedin Eintracht Frankfurt zurück auf Platz drei und katapultierte die Hessen mitten ins Rennen um die internationalen Plätze.
2:0 steht am Ende auf der Anzeigetafel, die Zahl täuscht über die Dominanz der Gastgeberinnen hinweg. Frankfurt hätte siegen müssen, wollte siegen – und machte es vor 3.800 Zuschauern im Stadion am Bornheimer Hang auch. Die Frage war nur: Wann reicht’s endlich für das zweite Tor?
Ein treffer nach 43 sekunden, dann vergeben, vergeben, vergeben
Laura Dick, Hoffenheims Keeperin, rutschte bei einem Rückpass aus, Blomqvist stürzte wie ein Raubtier heran, schob locker ein. Die Arena tobte, die TSG wirkte wie gelähmt. Doch statt nachzulegen, vergaben die Frankfurterinnen eine nach der andere: Lührßen scheiterte frei vor dem Tor, Memeti traf nur den Pfosten, Freigang schoss zweimal knapp drüber. Zur Pause hätte es 5:0 stehen können – stand aber nur 1:0.
Die Pause schien Hoffenheim neu zu beleben. Van Dijk setzte einen Kopfball neben den Kasten, Gloning zog aus 18 Metern ab – Altenburg war wach. Doch dann der Moment, der alles klar machte: Lührßen steckte durch, Blomqvist nahmt den Ball mit der Hacke mit, ließ Diehm stehen und netzte erneut. 2:0, Entscheidung.

Tabellensituation: frankfurt wieder drin, hoffenheim raus
Mit 38 Punkten springt Frankfurt auf Rang drei, die TSG bleibt bei 34 Zählern und rutscht auf Platz fünf. Noch vier Spieltage, noch zwölf Punkte zu vergeben. Die Hessen haben den Anschluss an Wolfsburg und Bayern wiederhergestellt, die Europacup-Träume leben. Für Hoffenheim dagegen wird es eng: Die Kraichgauer müssen jetzt gegen Leverkusen und Potsdam punkten, sonst droht der Abstieg in die gefühlt zweite Garnitur der Liga.
Niko Arnautis atmete nach Abpfiff sichtbar auf. „Wir haben die Euphorie der ersten Minute mitgenommen und nie mehr hergegeben“, sagte der Coach. „Drei Punkte, null Gegentor, zwei Tore von Rebecka – mehr geht nicht.“
Blomqvist selbst wollte sich nicht feiern lassen. „Es war wichtig, dass wir direkt Druck machen. Aber wir müssen unsere Chancen besser nutzen, sonst wird’s gegen die Top-Teams eng.“
Am Sonntag geht’s nach Bremen. Wer dort gewinnt, bleibt im Rennen. Wer verliert, kann die Koffer für die Winterpause schon mal packen. Frankfurt hat den Schwung wieder, die TSG muss umschwenken. Die Saison ist längst in der heißen Phase – und Blomqvist ist deren brandaktuelle Hauptdarstellerin.
