Biathlon-schock: hettich-walz verkündet überraschendes karriereende nach olympia

Die Biathlon-Szene steht vor einem Umbruch: Janina Hettich-Walz, Vize-Weltmeisterin und Mutter einer kleinen Tochter, hat überraschend das Ende ihrer Karriere angekündigt. Nach einer Achterbahnfahrt der Gefühle und einer enttäuschenden Olympiasaison in Mailand und Cortina will sich die 29-Jährige nun neuen Herausforderungen zuwenden – vor allem der Familie.

Ein leben zwischen schi und windel

Die Entscheidung fiel nicht leicht, wie Hettich-Walz in einem Gespräch mit SWR Sport verriet. Ihre Rückkehr in den Leistungssport nach der Geburt ihrer Tochter Karlotta im Februar 2025 war ein Kraftakt, der von familiärer Unterstützung und dem großen Traum von einer Medaille bei den Olympischen Spielen getragen wurde. Der Deutsche Skiverband (DSV) hatte ihr dabei den Rücken gestärkt, indem er ihr die Teilnahme an Trainingsgruppen ermöglichte und ihre Position bei der Bundeswehr sicherte.

Doch der Traum platzte. Die Spiele in Italien verliefen alles andere als nach Plan. Eine Krankheit bremste sie aus, und die erhoffte Medaille blieb aus. „Die Enttäuschung war schon sehr groß“, gestand Hettich-Walz. „Zu verarbeiten, dass man in der Karriere diesen Traum nicht erreichen wird, war nicht so einfach.“

Familie vor leistung: die entscheidung ist gefallen

Familie vor leistung: die entscheidung ist gefallen

Der Hauptgrund für das Karriereende ist jedoch die Familienplanung. „Ich möchte irgendwann ein weiteres Baby, und mit zwei Kindern kann ich mir das im Leistungssport überhaupt nicht vorstellen“, erklärte sie. Vier Jahre Vorbereitung seien einfach zu lang, und das Investment mit den vielen Reisen im Leistungssport sei zu groß. „Noch ein, vielleicht auch noch zwei Jahre – und dann kommt das Ende meiner Karriere“, so ihre Prognose.

Es ist ein Abschied von einer Ära im deutschen Biathlon. Hettich-Walz hat bewiesen, dass Leistungssport und Familie miteinander vereinbar sind, auch wenn der Weg dorthin steinig war. Ihre Geschichte wird als Inspiration für viele weitere Sportlerinnen dienen, die sich zwischen Karriere und Mutterschaft entscheiden müssen.

Die Biathletin blickt entschlossen der Zukunft entgegen. „Ich bin glücklich, jetzt einfach mal wieder zuhause zu sein“, sagte sie mit einem Lächeln. Und hinterlässt eine Lücke im Biathlon-Team, die schwer zu füllen sein wird. Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Hettich-Walz bestritt 196 Weltcup-Rennen, errang dabei 12 Podestplätze und feierte 7 Siege. Ein Vermächtnis, das bleiben wird.