Schlotterbeck-sperre: wohin zieht es den verteidiger?
Ein Monat nach dem umstrittenen Platzverweis in Bergamo steht die Strafe für Nico Schlotterbeck fest – und wirft die Frage auf: Für welchen Verein wird der deutsche Nationalspieler in Zukunft europäisch aussetzen müssen?
Der bittere abschied von bergamo und die uefa-entscheidung
Borussia Dortmund ist in der Champions League ausgeschieden, und mit ihm die Hoffnung auf eine schnelle Klärung bezüglich der Strafe für Nico Schlotterbeck. Der Innenverteidiger sah in der Schlussphase des K.o.-Runden-Playoff-Spiels gegen Atalanta Bergamo die rote Karte, nachdem er – wie er später auf Instagram erklärte – lediglich auf eine lautstarke Beschwerde reagiert hatte. Die Kontroll-, Ethik- und Disziplinarkammer der UEFA zögerte, wie es sich für K.o.-Runden-Spiele gehört, lange mit einer Entscheidung. Nun ist es soweit: Schlotterbeck wird sein nächstes Europapokalspiel für seinen Verein verpassen müssen.
Was die Sperre so kompliziert macht, ist die ungewisse Zukunft des Spielers. Dortmund hat sich bislang vergeblich um eine Vertragsverlängerung bemüht, und ein Abgang im Sommer scheint immer wahrscheinlicher. Denn sollte Schlotterbeck die Borussia verlassen, würde er die Strafe zu seinem neuen Arbeitgeber mitnehmen – eine Situation, die für beide Seiten unangenehm sein kann. Gelbe Karten verfallen zwar am Saisonende, doch die Rote Karte bleibt bestehen.

Ein vertrag im sommer? die frage nach der neuen adresse
Die Situation ist delikat. Schlotterbeck steht seinen Vertrag bei Dortmund noch bis 2027. Sollte er wechseln, hängt viel von den Verhandlungen mit potenziellen neuen Vereinen ab. Es stellt sich die Frage, ob ein Verein bereit wäre, die Sperre zu übernehmen – oder ob Schlotterbeck lieber bei Dortmund bleibt, um die Strafe hier zu verbüßen und dann im Winter oder im nächsten Sommer einen Wechsel anzustreben.
Die Partie in Bergamo war bereits von muskulären Problemen des Spielers überschattet, was seine Beteiligung an der Partie zusätzlich komplizierte. Doch die späte Entscheidung der UEFA und die drohende Sperre werfen nun einen weiteren Schatten auf die Zukunft des 26-jährigen Verteidigers. Es bleibt abzuwarten, wohin die Reise geht – und wie lange Schlotterbeck seine Fans auf europäischer Ebene vermissen lassen muss.
Die Tatsache, dass Dortmund trotz eines 2:0-Vorsprungs aus dem Hinspiel durch einen späten Elfmeter in Bergamo ausgeschieden ist, unterstreicht die Dramatik des K.o.-Spiels und die schwierige Situation, in der sich der Verein nun befindet. Die Sperre für Schlotterbeck ist dabei nur ein Aspekt eines insgesamt turbulenten Abschneidens in der Champions League.
