Biathlon-schock: fehlendes selbstvertrauen lähmt dsv-team!

Die deutsche Biathlon-Mannschaft steckt in einer Krise – und die Ursache ist alarmierend: Ein Mangel an Selbstvertrauen, wie nun Bundestrainer Tobias Reiter im Podcast „Extrarunde“ enthüllte. Olympia 2026 offenbarte deutliche Schwächen, die weit über einzelne Fehlleistungen hinausgehen.

Die angst lähmt: trainingseinheiten werden schlechter

Reiter sprach offen über die Beobachtungen während der Saison. „Ich war überrascht, wie schlecht das Selbstvertrauen war“, gestand der Coach. Die Qualität der Trainingseinheiten habe sich im Vorfeld der Wettkämpfe kontinuierlich verschlechtert, da die Angst vor dem Wettkampf immer größer wurde. Ein Teufelskreis, der das Team offenbar fest im Griff hatte. Statt auf die eigenen Stärken zu setzen, fokussierte man sich auf die Erfolge der Konkurrenz.

„Die deutschen Skijäger haben nur noch erzählt, wie toll die Norweger und Franzosen alles gemacht haben“, kritisierte Reiter. „Sie konnten gar nicht mehr einschätzen, was sie selbst alles Gutes können und was wir selbst in Deutschland für ein gutes System haben und wie gut wir sind.“ Ein fataler Zustand, der eine Neubewertung der eigenen Fähigkeiten und Strategien erfordert.

Der Bundestrainer mahnt: „Gewinner schauen auf Gewinner und Verlierer nur auf die Gewinner. Wir müssen es schaffen, dass wir mehr auf uns schauen, auf uns vertrauen und unseren Weg mit Überzeugung gehen.“ Diese einfache, aber wirkungsvolle Erkenntnis soll nun die Grundlage für eine neue Denkweise im Team bilden.

Keine wunder erwarten: weg zurück an die spitze wird „steinig“

Keine wunder erwarten: weg zurück an die spitze wird „steinig“

Obwohl Reiter betonte, dass er „weit davon entfernt“ sei, von einer „Untergangsstimmung“ im deutschen Biathlon sprechen zu wollen, räumte er ein, dass die Rückkehr an die Weltspitze kein „Selbstläufer“ sein wird. Es wartet ein „steiniger“ Weg mit „knüppelharter Arbeit“ auf das Team und das Trainerteam. Die Verpflichtung von Sandra Flunger und Denny Andritzke anstelle von Kristian Mehringer und Sverre Olsbu Röiseland im Frauenbereich unterstreicht den Anspruch, frischen Wind in den Kader zu bringen.

Die Stärke des Teams liegt nicht in einem einzelnen Ausnahmesportler, sondern in der „Gesamtstärke“. „Wenn wir an einem Tag den Sportler X vorne haben und an einem anderen den Sportler Y, dann schaffen wir das auch“, so Reiter, der auf die kollektive Leistung setzt, um die Erfolgsspur wiederzufinden. Die kommenden Monate werden zeigen, ob diese Strategie aufgeht und das deutsche Biathlon-Team wieder zu alter Stärke findet.