Biathlon-chaos in österreich: nach hauser jetzt auch der cheftrainer weg?

Österreichs Biathlon-Sport steht vor einem Erdbeben. Nachdem die langjährige Kapitänin Lisa Hauser überraschend ihre Karriere beendet hat, droht nun auch der Rücktritt des Frauen-Cheftrainers Reinhard Gösweiner – ein Schlag für den ÖSV, der gerade erst den erfahrenen Wolfgang Pichler als Berater engagiert hatte, um das Ruder herumzureißen.

Verunsicherung nach pichler-verpflichtung

Verunsicherung nach pichler-verpflichtung

Die Verpflichtung von Wolfgang Pichler, einer Legende des Biathlons, sollte frischen Wind in die österreichischen Reihen bringen. Doch die ursprünglichen Pläne von Sportdirektor Christoph Sumann bezüglich der Trainerstruktur, die Pichlers Rolle scheinbar in den Hintergrund drängten, sollen zu erheblicher Verunsicherung geführt haben. Pichler, der mit seiner Expertise die Hoffnung auf eine Rückkehr zu alten Erfolgen weckte, soll die neue Konstellation nicht akzeptiert haben.

Die Situation eskaliert nun weiter. Laut einem Bericht der Kronen Zeitung hat Gösweiner, der seit geraumer Zeit das Frauen-Team betreut, Konsequenzen gezogen und seinen Rücktritt erklärt. Der Oberösterreicher, der eigentlich noch in seinem Amt vorgesehen war, soll dem ÖSV mitgeteilt haben, er könne unter diesen Umständen nicht mehr arbeiten. Ein Treffen am vergangenen Donnerstag, an dem Gösweiner abwesend war, deutete bereits auf eine bevorstehende Entscheidung hin.

Für Sonntag ist ein weiteres Krisentreffen angesetzt, bei dem die Verantwortlichen „Tacheles reden“ wollen, wie es weitergeht. Sollte Gösweiner tatsächlich seinen Rücktritt vollziehen, würde das Frauen-Team der A-Mannschaft ohne Cheftrainer dastehen – ein Szenario, das dem österreichischen Biathlon-Sport einen weiteren schweren Schlag versetzt. Die Frage ist, ob der ÖSV in der Kürze der Zeit eine adäquate Lösung finden kann, um den drohenden Leistungsverlust zu verhindern und die WM-Vorbereitungen nicht zu gefährden.

Die Abgänge von Hauser und möglicherweise Gösweiner werfen ein düsteres Licht auf die Zukunft des österreichischen Biathlons. Es bleibt abzuwarten, ob der ÖSV die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft stellen kann, oder ob das Chaos weitergeht. Die nächsten Tage werden entscheidend sein.